26.01.2026
Die Champagnerhersteller in Épernay sehen sich mit einem Rückgang der Lieferungen konfrontiert, da die Konkurrenz durch andere Schaumweine zunimmt. Jüngsten Daten zufolge ist die Menge des aus der Region exportierten Champagners zurückgegangen. Branchenführer führen diesen Trend auf die wachsende Beliebtheit alternativer Schaumweine sowohl in Frankreich als auch international zurück. Die Erzeuger in Épernay, einer Stadt, die seit langem als das Herz der Champagne gilt, haben berichtet, dass die Nachfrage auf den traditionellen Märkten zwar stabil bleibt, dass aber neue Konkurrenten auf dem Vormarsch sind, insbesondere in preissensiblen Segmenten.
Die Verbraucher wenden sich zunehmend italienischem Prosecco, spanischem Cava und sogar einheimischen französischen Crémants zu, die oft zu niedrigeren Preisen als Champagner angeboten werden. Marktanalysten stellen fest, dass diese Alternativen ihre Präsenz in den Supermarktregalen und auf den Weinkarten ausgeweitet haben und jüngere und preisbewusste Verbraucher ansprechen. Im Jahr 2025 gingen die Ausfuhren von Champagner um schätzungsweise 3 % zurück, während der Absatz anderer Schaumweine europaweit um fast 7 % stieg.
Die Erzeuger in Épernay reagieren darauf, indem sie die einzigartigen Qualitäten des Champagners betonen, darunter seine geschützte Ursprungsbezeichnung und die strengen Produktionsstandards. Einige Häuser haben jedoch begonnen, ihre Marketingstrategien und ihr Produktangebot anzupassen, um den veränderten Verbraucherpräferenzen gerecht zu werden. Einige haben kleinere Flaschenformate und Cuvées in limitierter Auflage eingeführt, um neue Kunden zu gewinnen.
Die Verlangsamung des Absatzes hängt auch mit allgemeineren wirtschaftlichen Faktoren zusammen. Inflation und höhere Produktionskosten haben zu Preissteigerungen beim Champagner geführt, so dass er für einige Verbraucher weniger erschwinglich ist. Gleichzeitig haben Unterbrechungen der globalen Lieferkette die Exportlogistik beeinträchtigt, was zu Verzögerungen und höheren Versandkosten geführt hat.
Lokale Behörden und Branchenverbände beobachten die Situation genau. Der Comité Champagne, der die Winzer und Hersteller vertritt, hat zu verstärkten Anstrengungen aufgerufen, um die Weine der Region im Ausland zu fördern. Der Comité Champagne weist darauf hin, dass der Champagner trotz des zunehmenden Wettbewerbs weltweit ein Symbol für Feste und Qualität bleibt.
In Épernay selbst ist der Tourismus im Zusammenhang mit dem Champagner nach wie vor stark. Die Besucher besichtigen weiterhin Kellereien und Weinberge und unterstützen die lokalen Unternehmen, auch wenn die Exportzahlen schwanken. Viele Erzeuger hoffen, dass die laufenden Investitionen in den nachhaltigen Weinbau und den Weintourismus dazu beitragen werden, den Ruf und die wirtschaftliche Vitalität der Region zu erhalten.
Das aktuelle Umfeld unterstreicht die Herausforderungen, vor denen die traditionellen Weinregionen stehen, da sich die Geschmäcker weltweit verändern und neue Wettbewerber auf den Plan treten. Für die Champagnerhäuser in Épernay wird die Anpassung an diese Veränderungen der Schlüssel sein, um ihre Position auf einem zunehmend überfüllten Markt zu behaupten.
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