11.02.2026
Das 2026 Unified Wine & Grape Symposium fand in Sacramento statt und zog mehr als 1.000 Teilnehmer aus der gesamten Weinbranche an. Die Veranstaltung, die als Nordamerikas größtes Treffen der Weinindustrie gilt, bot eine Mischung aus Fachausstellungen, Bildungsveranstaltungen und informellen Networking-Möglichkeiten. Obwohl die Besucherzahl geringer war als in den Vorjahren, was wahrscheinlich auf die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen zurückzuführen ist, berichteten die Teilnehmer von einer allgemein positiven Atmosphäre und einem vorsichtigen Optimismus für die Zukunft.
Bei der Sitzung zur Lage der Branche erhielt fast jeder Teilnehmer eine flexible "Stressflasche" vom Sponsor Vintage Crop. Mit dieser Geste wurde auf die Ängste hingewiesen, die viele in der Branche angesichts der unsicheren Zeiten empfinden. Die Diskussionen konzentrierten sich auf die Stabilisierung des Marktes, wobei die Daten darauf hindeuten, dass sich die Bedingungen bis 2027 oder Anfang 2028 verbessern könnten. Die Teilnehmer wurden ermutigt, sich auf die Faktoren zu konzentrieren, die in ihrem Einflussbereich liegen, und gleichzeitig die allgemeinen Unwägbarkeiten des Sektors anzuerkennen.
Ein Höhepunkt des Symposiums war das Keynote-Mittagessen am Dienstag, das ein Gespräch zwischen Felicity Carter von Drinks Insider und Laura Catena, Leiterin des argentinischen Weinguts Catena und Ärztin in der Notaufnahme von San Francisco, beinhaltete. In ihrem Gespräch ging es um die komplexe Beziehung zwischen Wein und Gesundheit. Dr. Catena betonte, dass die Verbraucher medizinische Fachleute konsultieren sollten, anstatt sich auf Internetquellen zu verlassen, um Ratschläge zum Alkoholkonsum zu erhalten. Sie wies darauf hin, dass die individuellen Umstände sehr unterschiedlich sind und dass ein verantwortungsvoller Konsum von persönlichen Gesundheitsfaktoren abhängt. Die Sitzung befasste sich auch mit den Herausforderungen, denen sich die Weinindustrie bei der Vermittlung von Gesundheitsinformationen an die Verbraucher angesichts gesetzlicher Beschränkungen und weit verbreiteter Fehlinformationen gegenübersieht.
Die internationale Ausrichtung des Unified Symposiums wurde während der gesamten Veranstaltung deutlich. Die Teilnehmer hörten auf dem Messegelände eine Vielzahl von Sprachen, darunter Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch und Englisch mit Akzenten aus der ganzen Welt. Die italienische Handelsagentur (ITA) nahm an der Veranstaltung teil, um für die italienische Weintechnologie zu werben und nicht für den Wein selbst, was die wachsende Rolle Italiens als Lieferant von Ausrüstungen und Dienstleistungen für globale Erzeuger widerspiegelt. Ein weiterer herausragender Aussteller war CIR Label aus China, das maßgeschneiderte Etikettendesigns für internationale Kunden vorstellte. Obwohl CIR Label neu auf dem US-amerikanischen Markt ist, stieß es auf großes Interesse bei den Messebesuchern.
Das spanischsprachige Programm war auch in diesem Jahr ein Schwerpunkt des Symposiums, was die Bedeutung spanischsprachiger Arbeitnehmer auf allen Ebenen der US-Weinindustrie widerspiegelt. Trotz der Besorgnis über mögliche Einwanderungskontrollen in der Nähe des Kongresszentrums war die Beteiligung an diesen Veranstaltungen weiterhin sehr hoch. Die Organisatoren werteten dies als positives Zeichen für die Integration und die Entwicklung von Arbeitskräften in einer Branche, die mit Arbeitskräftemangel zu kämpfen hat.
Die Messe deckte alle Aspekte der Weinproduktion ab, von der Bewirtschaftung der Weinberge bis zu den fertigen Produkten. Obwohl einige Organisationen weniger Vertreter als in den Vorjahren entsandten - manchmal waren es nur halb so viele -, blieb das Niveau des Engagements hoch. Die Aussteller hoben die Fortschritte in der Robotik, bei Computersystemen und anderen Technologien hervor, mit denen dem Arbeitskräftemangel und Umweltproblemen wie dem Wasserverbrauch begegnet werden soll. Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr weniger auf Technologien für alkoholfreien und alkoholarmen Wein als in den Vorjahren, was auf die Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Nachfrage nach diesen Produkten schließen lässt.
Trotz Berichten, wonach einige Weinbergbesitzer aufgrund des Marktdrucks ihre Rebstöcke entfernt haben, meldeten mehrere Pflanzenlieferanten ein stabiles Geschäft auf der Messe. Dies deutet darauf hin, dass die Winzer weiterhin für die zukünftige Produktion planen, auch wenn sie sich an die aktuellen Herausforderungen anpassen.
Das Unified Symposium ist nach wie vor ein wichtiger Treffpunkt für Fachleute aus der Branche, die auf der Suche nach Informationen, technischen Lösungen und grenz- und sprachübergreifenden Kontakten sind. Die Organisatoren haben bereits Termine für die Veranstaltung im nächsten Jahr bekannt gegeben und signalisieren damit ihr anhaltendes Engagement, eine sich entwickelnde Branche sowohl in guten als auch in schwierigen Zeiten zu unterstützen.
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