08.01.2026
Die Alkoholpreise in Deutschland gehören weiterhin zu den niedrigsten in Europa, wie die Getränkeindustrie kürzlich mitteilte. Die neuesten Daten, die von Eurostat und Branchenverbänden erhoben wurden, zeigen, dass die deutschen Verbraucher für Bier, Wein und Spirituosen deutlich weniger bezahlen als ihre Nachbarn in Frankreich, Dänemark oder Schweden. Dieser Preisunterschied macht sich besonders in den Grenzregionen bemerkbar, wo der grenzüberschreitende Einkauf von Alkohol üblich ist.
Die niedrigen Preise sind auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Deutschland erhebt relativ niedrige Steuern auf alkoholische Getränke. So ist beispielsweise die Verbrauchssteuer auf Bier und Spirituosen viel niedriger als in vielen anderen europäischen Ländern. Auch der Wettbewerb im Einzelhandel spielt eine Rolle. Supermärkte und Discounter wie Aldi und Lidl bieten eine große Auswahl an alkoholischen Getränken zu wettbewerbsfähigen Preisen an. Dies hat zu einem Markt geführt, auf dem es häufig zu Preiskämpfen kommt, was die Kosten für die Verbraucher niedrig hält.
Branchenexperten zufolge ist der Ansatz der deutschen Regierung bei der Alkoholbesteuerung durch Tradition und wirtschaftliche Interessen geprägt. Bier hat eine lange Geschichte in der deutschen Kultur, und die Brauereiindustrie ist ein wichtiger Teil der Wirtschaft. Die politischen Entscheidungsträger zögern, die Steuern zu erhöhen oder Mindestpreise einzuführen, mit dem Argument, dass solche Maßnahmen den lokalen Herstellern und Einzelhändlern schaden würden.
Die Erschwinglichkeit von Alkohol in Deutschland hat die Aufmerksamkeit der Gesundheitsbehörden auf sich gezogen. Sie warnen, dass leichter Zugang und niedrige Preise zu einem höheren Konsum und damit verbundenen Gesundheitsproblemen beitragen können. Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) liegt der Pro-Kopf-Konsum von Alkohol in Deutschland weiterhin über dem europäischen Durchschnitt. Gesundheitsschützer haben höhere Steuern und strengere Vorschriften gefordert, aber bisher gab es kaum politische Impulse für Veränderungen.
In Städten wie Berlin, München und Hamburg ist es üblich, dass Bier rund um die Uhr in Läden und Kiosken verkauft wird. Auch viele Restaurants und Bars bieten erschwingliche Sonderangebote an. Touristen äußern sich oft darüber, wie preiswert das lokale Bier oder der Wein im Vergleich zu ihren Heimatländern ist.
Die Getränkeindustrie verteidigt die derzeitige Preispolitik mit dem Hinweis darauf, dass Kampagnen für verantwortungsbewusstes Trinken weit verbreitet sind und die meisten Verbraucher in Maßen trinken. Die Hersteller argumentieren auch, dass höhere Steuern nicht nur die Verbraucher treffen würden, sondern auch Arbeitsplätze in der Brauerei, der Weinherstellung und im Einzelhandel gefährden könnten.
Trotz der laufenden Debatten über die öffentliche Gesundheit und die wirtschaftlichen Auswirkungen gibt es in Deutschland keine unmittelbaren Pläne für wesentliche Änderungen der Alkoholpreise oder der Besteuerung. Die Position des Landes als einer der günstigsten Orte in Europa, um Alkohol zu kaufen, wird wohl auch in absehbarer Zukunft bestehen bleiben.
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