Diageo meldet 4 % Umsatzrückgang für die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2026

26.02.2026

Spirituosenriese nennt schwächere nordamerikanische Nachfrage und Preisdruck als Hauptfaktoren für Umsatzrückgang

Diageo, einer der weltweit größten Hersteller von Spirituosen, meldete für die erste Hälfte seines Geschäftsjahres 2026 einen Rückgang des Nettoumsatzes um 4 %. Das Unternehmen verzeichnete einen Nettoumsatz von 10,46 Mrd. USD, weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der organische Nettoumsatz sank ebenfalls um 2,8 %, was Diageo auf einen Rückgang des organischen Volumens um 0,9 % und einen negativen Preis/Mix-Effekt von 1,9 % zurückführt. Das Unternehmen gab diese Zahlen in einer offiziellen Erklärung bekannt.

Trotz des Umsatzrückgangs verzeichnete Diageo in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2026 einen den Aktionären zurechenbaren Nettogewinn von 1,995 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 3,1 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Geschäftsjahr 2025 entspricht.

Dave Lewis, Chief Executive Officer von Diageo, kommentierte, dass die Leistung im ersten Halbjahr in den verschiedenen Regionen unterschiedlich war. Er verwies auf starke Ergebnisse in Europa, Lateinamerika und der Karibik sowie in Afrika. Diese Zuwächse wurden jedoch durch eine schwächere Leistung in Nordamerika und eine anhaltende Schwäche bei den chinesischen weißen Spirituosen im asiatisch-pazifischen Raum ausgeglichen. Lewis erklärte, dass der Absatz von Spirituosen in den USA den Druck auf das verfügbare Einkommen und den zunehmenden Wettbewerb durch günstigere Alternativen widerspiegelt, die auf preissensible Verbraucher abzielen.

Lewis sagte auch, dass er nach nur wenigen Wochen in seiner Funktion bereits bedeutende Möglichkeiten für Diageo sieht, entschlossener zu handeln, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und das Produktportfolio zu erweitern. Er erklärte, dass die Verfeinerung der neuen Strategie des Unternehmens sich darauf konzentrieren wird, einen größeren Wert für die Aktionäre zu schaffen. Zu den unmittelbaren Prioritäten gehören die Entwicklung wettbewerbsfähiger Kategorie-Strategien, die Fokussierung auf relevante Marken, die Priorisierung von Kundenbedürfnissen und die Neugestaltung des operativen Rahmens von Diageo, um nachhaltige Erträge zu erzielen.

Um diese Ziele zu unterstützen, kündigte Lewis an, dass der Vorstand von Diageo beschlossen hat, die Dividende auf ein angemesseneres Niveau zu senken. Er sagte, dieser Schritt werde die Bemühungen um eine Stärkung der Bilanz des Unternehmens beschleunigen und für mehr finanzielle Flexibilität sorgen. Lewis zufolge ist diese Entscheidung notwendig, um sicherzustellen, dass Diageo seine Position als weltweit führendes Spirituosenunternehmen halten und in den kommenden Jahren einen höheren Wert für die Aktionäre schaffen kann.

Abschließend drückte Lewis sein Vertrauen in die Mitarbeiter von Diageo aus und betonte, dass ihre Leidenschaft und ihr Stolz auf die Marken des Unternehmens für die Bewältigung künftiger Herausforderungen von entscheidender Bedeutung seien. Das Unternehmen stehe vor wichtigen Aufgaben, da es sich an die veränderten Marktbedingungen und Verbraucherpräferenzen weltweit anpassen müsse.