23.03.2026
Der deutsche Weinmarkt zeigt sich weiterhin widerstandsfähig, wobei Italien seine Position als führender Lieferant des Landes behauptet. Laut dem jüngsten Bericht des Nomisma Wine Monitor haben die italienischen Weinexporte nach Deutschland einen Wert von über 1 Milliarde Euro erreicht und damit einen Marktanteil von über 40 %. Diese Leistung wurde trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in Deutschland erzielt, das gemessen am Weinverbrauch nach wie vor der viertgrößte Weinmarkt der Welt ist. Im Jahr 2025 konsumierten die Deutschen insgesamt 16,3 Millionen Hektoliter Wein. Während die Gesamtmenge leicht rückläufig war, stieg der Gesamtwert der Einfuhren nach mehreren Jahren des Rückgangs um 4,7 %. Dieser Trend deutet darauf hin, dass die deutschen Verbraucher weniger Wein trinken, dafür aber bereit sind, mehr Geld für qualitativ hochwertigere Produkte auszugeben.
Italienische Weine haben von dieser Verschiebung am meisten profitiert. Die Ausfuhren von italienischen Weinen mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.) nach Deutschland stiegen im Vergleich zum Vorjahr mengenmäßig um 5,4 % und wertmäßig um 4,2 %. Das Wachstum wurde von Weißweinen aus Venetien, Rotweinen aus dem Piemont und Schaumweinen mit geschützter Ursprungsbezeichnung außer Prosecco und Asti getragen, die alle sowohl mengen- als auch wertmäßig zunahmen.
Prosecco ist nach wie vor der wichtigste italienische Wein, der nach Deutschland exportiert wird, auch wenn er im Jahr 2025 wertmäßig leicht zurückging. Im Gegensatz dazu sah sich Asti mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert, da sowohl die Menge als auch der Wert um mehr als 40 % zurückgingen. Bei den Produktkategorien haben sich stille und Perlweine sowie Großformate wie Bag-in-Box positiv entwickelt. Die Einfuhren von Fasswein gingen zwar zurück, sind aber nach wie vor wichtig für den deutschen Markt, da sie in erster Linie als Grundstoff für die Sektherstellung und nicht als Endprodukt dienen. Trotz des Rückgangs steht Fasswein wertmäßig immer noch an zweiter Stelle aller Importkategorien, was die strategische Bedeutung Deutschlands für vorgelagerte Segmente der italienischen Weinindustrie unterstreicht.
Auf der ProWein, einer der weltweit führenden Weinmessen, die jährlich in Düsseldorf stattfindet, war der Optimismus über den deutschen Markt unter den Fachleuten der Branche offensichtlich. Edoardo Freddi International berichtete, dass 30 % der Treffen mit neuen Kontakten und potenziellen Kunden zu Geschäftsabschlüssen oder fortgeschrittenen Verhandlungen führten, die oft mit Kontakten eingeleitet wurden, die zum ersten Mal auf der Messe getroffen wurden. Insgesamt ging es bei 60 % der Termine um neue Kontakte und bei 40 % um die Stärkung bestehender Beziehungen, insbesondere in Deutschland, Belgien und den Niederlanden.
Edoardo Freddi, Gründer und CEO von Edoardo Freddi International, merkte an, dass "der wichtigste Aspekt dieser Ausgabe das Qualitätsniveau der Treffen war, trotz der geringeren Gesamtteilnehmerzahl". Er betonte, dass es neben der Konsolidierung bestehender Partnerschaften auch konkrete neue Geschäftsmöglichkeiten gab - vor allem auf den europäischen Märkten -, was die Rolle der ProWein als Schlüsselveranstaltung für die Entwicklung des internationalen Weingeschäfts bestätigte.
Die europäischen Märkte erwiesen sich in diesem Zeitraum als die dynamischsten, wobei Deutschland eine besondere Vitalität zeigte. Die Beteiligung amerikanischer und asiatischer Marktteilnehmer blieb jedoch aufgrund der anhaltenden geopolitischen Instabilität, die die internationalen Handelsströme beeinträchtigt, begrenzt.
Die Daten des Nomisma Wine Monitor und das Feedback der ProWein-Teilnehmer zeigen, dass der italienische Weinsektor nicht nur dem Druck des Marktes standgehalten hat, sondern auch Wachstumsbereiche in einer sich verändernden Landschaft gefunden hat. Der deutsche Markt ist weiterhin ein wichtiges Ziel für italienische Erzeuger, die inmitten der globalen Unsicherheiten sowohl Stabilität als auch neue Chancen suchen.
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