Forscher entwickeln einen schnelleren Test zur Überprüfung der Herkunft von Wein

Die Methode erfasst 23 anorganische Elemente mit hoher Präzision und gibt Laboren ein stärkeres Instrument an die Hand, um Betrug aufzudecken und die Herkunft zu bestätigen

30.06.2026

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Forscher entwickeln einen schnelleren Test zur Überprüfung der Herkunft von Wein

Forscher haben eine schnellere und präzisere Methode entwickelt, um den anorganischen „Fingerabdruck“ von Wein zu lesen – ein Schritt, der die Bemühungen stärken könnte, zu überprüfen, woher eine Flasche stammt, und möglichen Betrug auf dem Markt aufzudecken.

Die in Food Chemistry veröffentlichte Arbeit beschreibt eine analytische Strategie, die isotopische Multielementverdünnung mit externer Kalibrierung kombiniert und induktiv gekoppelte Plasma-Massenspektrometrie mit Triple-Quadrupol, kurz ICP-QQQ-MS, nutzt. Praktisch gesehen misst die Methode 23 anorganische Elemente im Wein mit hoher Präzision und verwendet dieses Profil, um Weine nach geografischer Herkunft zu unterscheiden.

Die Studie beruht auf einer einfachen Annahme: Der Ort, an dem ein Wein erzeugt wird, prägt seine elementare und isotopische Zusammensetzung. Boden, Wasser und lokale Anbaubedingungen können messbare Spuren im Endprodukt hinterlassen. Indem diese Spuren genauer erfasst werden, können Labore ein stärkeres chemisches Profil eines Weins erstellen und es mit bekannten regionalen Mustern vergleichen.

Laut der Studie verbessert der neue Ansatz sowohl die Geschwindigkeit als auch die analytische Genauigkeit bei der elementaren Weinprüfung. Das ist wichtig, weil Herkunftskontrollen oft von Methoden abhängen, die für den Routinedienst zuverlässig genug sein müssen, insbesondere wenn Erzeuger, Regulierungsbehörden oder Importeure die Herkunft über viele Proben hinweg bestätigen müssen.

Die Forscher erklärten, dass die geografische Unterscheidungsfähigkeit der Methode hoch sei, was bedeute, dass sie Weine aus verschiedenen Produktionsgebieten anhand ihrer anorganischen Zusammensetzung wirksam trennen konnte. Eine solche Trennung ist zentral für Rückverfolgbarkeitssysteme, die darauf abzielen, ein Produkt im Regal mit dem Ort zu verbinden, an dem es hergestellt wurde.

Die Technik beruht auf ICP-QQQ-MS, einer fortgeschrittenen Form der Massenspektrometrie, die bereits in der Lebensmittel- und Umweltanalyse eingesetzt wird. In diesem Fall wurde das Gerät mit isotopischer Multielementverdünnung kombiniert, einer Strategie, die die Messpräzision verbessern kann, indem sie während der Analyse Fehlerquellen korrigiert. Auch die externe Kalibrierung wurde als Teil des Arbeitsablaufs eingesetzt, um eine schnelle Quantifizierung zu unterstützen.

Zusammen ergaben diese Schritte ein detailliertes Elementprofil, das nach Angaben der Autoren das Weinmanagement und die Rückverfolgbarkeit unterstützen kann. Im Weinhandel könnte das praktischen Nutzen für amtliche Kontrollen, interne Audits und Echtheitsprüfungen haben, insbesondere in Fällen, in denen geografische Angaben Preis, Reputation oder rechtlichen Schutz beeinflussen.

Die Ergebnisse weisen auch auf ein breiteres Thema für den Getränkesektor hin. Ein präziserer anorganischer Fingerabdruck könnte Weingütern und Kontrolllaboren ein weiteres Instrument an die Hand geben, um Herkunftsangaben mit größerer Sicherheit zu prüfen. Wenn solche Methoden über den Forschungsrahmen hinaus übernommen werden, könnten sie dazu beitragen, Streitigkeiten über die Herkunft zu verringern und Anti-Betrugs-Systeme zu stärken, die mit Appellationen und anderen ortsbezogenen Kennzeichnungen verbunden sind.

Food Chemistry bezeichnete die Arbeit als Teil laufender Bemühungen in der Lebensmittelanalyse, die Herkunftsverifikation durch fortgeschrittene chemische Profilierung zu verbessern. Für Weinproduzenten bedeutet das, dass die Laborwissenschaft näher daran rückt, schnellere Tests anzubieten, die nicht nur die Zusammensetzung bewerten, sondern auch helfen, eine kommerzielle Frage von wachsender Bedeutung zu beantworten: ob ein Wein tatsächlich aus dem Ort stammt, der auf seinem Etikett genannt ist.

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