30.04.2026
Indiens Freihandelsabkommen mit Neuseeland dürfte den Export von Single-Malt-Whisky und anderen alkoholischen Getränken beleben, da der Markt nun zollfreien Zugang erhält, teilte die Confederation of Indian Alcoholic Beverage Companies mit. Nach Angaben des Verbands könnte das Abkommen indischen Marken helfen, in einem Land mit bislang nur geringen Verkäufen stärker Fuß zu fassen.
Der Branchenverband erklärte am Dienstag, das Abkommen sollte die Preiswettbewerbsfähigkeit indischer Spirituosen in Neuseeland verbessern. Dort unterliegen Importe zwar bereits vergleichsweise niedrigen Zöllen, müssen aber weiterhin Verbrauchsteuern und lokalen regulatorischen Vorgaben genügen. Der größere Nutzen dürfte nach Ansicht des Verbands jedoch beim Markteintritt und beim Markenaufbau liegen, insbesondere für Whisky, Rum und hochwertige indische Spirituosen, die im Ausland wachsen wollen.
Anant S. Iyer, Generaldirektor der CIABC, sagte, Indiens Spirituosenexporte nach Neuseeland beliefen sich nur auf rund 1 Mio. US-Dollar pro Jahr. Einige Premiumprodukte, vor allem indische Single Malts, würden zwar bereits dorthin geliefert, doch die neue Handelsregelung könne Unternehmen dazu bewegen, dem Markt mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Im Zeitraum 2024/25 wurden Indiens Alkoholexporte nach Neuseeland laut CIABC von Bier mit rund 0,34 Mio. US-Dollar angeführt, gefolgt von Whisky mit 0,13 Mio. US-Dollar und Rum mit 0,04 Mio. US-Dollar. Exporte von Wodka und Gin wurden als vernachlässigbar beschrieben, während Weinlieferungen minimal blieben.
Iyer sagte, das Abkommen werde voraussichtlich insbesondere indischen Single Malts zugutekommen, da sie auf den Weltmärkten bereits Anerkennung gefunden hätten. Neuseeländische Verbraucher kauften mehr Wein und Bier als Spirituosen, sagte er weiter; das bedeute zwar zunächst begrenztes Wachstum für indische Spirituosen, könne sich aber im Laufe der Zeit ausweiten, wenn Unternehmen in Vertrieb und Vermarktung investieren.
Der Verband erklärte zudem, das Abkommen könne langfristig auch Weinimporte aus Neuseeland nach Indien unterstützen, rechnet jedoch nur mit einem schrittweisen Anstieg. CIABC zufolge bleibt Indiens Weinmarkt im Vergleich zu Spirituosen und Bier relativ klein und wird von staatlichen Steuern, Vertriebsregeln und dem Bekanntheitsgrad bei Verbrauchern geprägt. Premiumweine aus Neuseeland könnten in Indien durchaus auf Nachfrage stoßen, insbesondere im Segment über Rs 1.500 für eine 750-ml-Flasche.
Auch die neuseeländische Weinbranche könnte indischen Produzenten Möglichkeiten zur technischen Zusammenarbeit bieten, sagte CIABC, da beide Seiten unter dem neuen Abkommen nach Wegen suchen, den Handel auszuweiten.
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