20.05.2026
Britanniens Gastgewerbe hat im ersten Quartal 2026 305 Betriebe verloren. Besonders hart traf es Bars und Nachtclubs, da steigende Kosten die Betreiber weiter unter Druck setzten und die Konsumausgaben für Essen und Trinken außer Haus schwächten.
Der jüngste Hospitality Market Monitor von CGA by NIQ zeigt, dass Großbritannien Ende März 98.609 lizenzierte Betriebe zählte, 0,3 % weniger als im Vorquartal. Das entsprach zwischen Januar und März durchschnittlich 3,4 Schließungen pro Tag, nach einem ähnlichen Rückgang in den letzten drei Monaten des Jahres 2025. Innerhalb von sechs Monaten hat das Land damit nun 0,7 % seiner lizenzierten Lokale verloren.
Dem Bericht zufolge kämpfen viele Unternehmen weiterhin mit höheren Kosten für Personal, Energie sowie Speisen und Getränke, während die Inflation auch beeinflusst, wie viel Verbraucher in Pubs, Bars und Restaurants auszugeben bereit sind. Bars waren im Quartal das schwächste Segment und gingen um 1,2 % auf 4.666 Betriebe zurück, nach 4.721 im Dezember. Das lag zudem 0,3 % unter dem Vorjahreswert.
Bar-Restaurants verzeichneten mit minus 1,8 % einen noch stärkeren Rückgang im Quartal und kamen Ende März auf 3.338 Standorte. Nachtclubs sanken im Quartal um 1 % auf 791 Betriebe und lagen damit 4,2 % unter dem Stand von März 2025. Restaurants zeigten sich stabiler: Sie gaben im Quartal um 0,2 % nach, legten im Jahresvergleich jedoch um 0,6 % zu. Pubs an der High Street gingen gegenüber dem Vorquartal um 0,1 % zurück und lagen zugleich 0,2 % über dem Vorjahresniveau.
Community Pubs verzeichneten im Quartal ein Minus von 0,2 %, während Food Pubs um 0,4 % zurückgingen. Casual-Dining-Restaurants verloren im Berichtszeitraum 1,8 %. Die breitere Kategorie der vom Getränkeangebot geprägten Betriebe lag gegenüber Dezember um 0,2 % niedriger und gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % im Minus.
Karl Chessell, Director for Hospitality Operators and Food bei NIQ in EMEA, sagte, die Zahlen spiegelten sowohl den enormen Margendruck als auch ein gewisses Maß an Widerstandsfähigkeit in der Branche wider. Netto-Schließungen von 305 Betrieben binnen drei Monaten seien enttäuschend, fügte er hinzu; zugleich hätten Tausende von Pubs, Bars, Restaurants und anderen Lokalen trotz schwacher Umsätze und Gewinne durchgehalten.
Chessell warnte davor, dass weitere Preiserhöhungen folgen könnten, falls der Konflikt im Nahen Osten die Kosten weiter beeinflusse. Ohne gezielte Unterstützung seien bis zum Rest des Jahres 2026 weitere Schließungen zu erwarten.
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