17.04.2026
Der weltweite Weinhandel hatte 2025 ein schwieriges Jahr: Die Importe gingen nach Daten von Zollbehörden mehrerer Länder, die von der spanischen Branchenorganisation OIVE ausgewertet wurden, wertmäßig um 6,4 % und mengenmäßig um 4,9 % zurück. Weltweit beliefen sich die Weinimporte auf 9.390,7 Millionen Liter und 33.693,3 Millionen Euro; das entspricht einem Minus von 488,3 Millionen Litern und 2.304,6 Millionen Euro gegenüber 2024.
Der Rückgang fiel mit einem gesunkenen durchschnittlichen Importpreis auf 3,59 Euro je Liter zusammen, rund 6 Cent weniger als ein Jahr zuvor. Das Minus zog sich durch alle Kategorien. Flaschenwein, das größte Marktsegment, verzeichnete mit Importen im Wert von 22.263,2 Millionen Euro ein Minus von 7,6 % und mit 4.793,4 Millionen Litern ein Minus von 5,5 %. Auch Schaumwein schwächte sich ab und sank wertmäßig um 4,1 % sowie mengenmäßig um 1,9 % auf 8.206,4 Millionen Euro und 1.061,6 Millionen Liter. Fasswein ging auf 2.436,8 Millionen Euro und 3.117 Millionen Liter zurück, während Bag-in-Box-Lieferungen bei 665,7 Millionen Euro und 344,6 Millionen Litern lagen.
Most, eingestuft unter dem Zollcode 220430, war das einzige Produkt mit einem Wertzuwachs: Er legte um 0,3 % auf 121,1 Millionen Euro zu, obwohl das Volumen um 22,6 % auf 74,2 Millionen Liter sank.
Die Vereinigten Staaten blieben 2025 gemessen am Wert der weltweit größte Weinmarkt mit Importen im Wert von 5.542,3 Millionen Euro, ein Rückgang um 11,6 % gegenüber dem Vorjahr. Deutschland lag beim Volumen mit 1.288,3 Millionen Litern weiter an erster Stelle; hier betrug das Minus lediglich 0,5 %. Das Vereinigte Königreich rangierte nach Wert auf Platz zwei und nach Volumen auf Platz drei, doch auch dort gingen die Importe deutlich zurück: wertmäßig um 6,7 % auf 4.322,5 Millionen Euro und mengenmäßig um 6 % auf 1.186,2 Millionen Liter.
Unter den großen Importeuren stach Schweden als einziger Markt hervor, der sowohl beim Wert als auch beim Volumen Zuwächse bei Weinimporten verzeichnete – mit Plus von 5,4 % beziehungsweise 7,4 %. Auch Deutschland meldete einen Anstieg der wertmäßigen Importe um 5,2 %, während die Schweiz um 0,9 % zulegte. Beim Volumen verzeichnete Belgien ein Plus von 8,8 %, Portugal von 7 %.
Die Zahlen deuten auf ein schwächeres Jahr für den internationalen Weinhandel hin – nach mehreren Jahren mit uneinheitlicher Nachfrage und höheren Kosten auf den globalen Märkten.
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