10.04.2026
Am 13. April treffen sich in Verona (Italien) führende Vertreter der weltweiten Weinindustrie und der Regierungen zu einem Rundtischgespräch über den kulturellen Wert von Rebe und Wein. Die Veranstaltung, die von der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) in Zusammenarbeit mit dem italienischen Ministerium für Landwirtschaft, Ernährungssouveränität und Forsten organisiert wird, findet im Rahmen der Vinitaly, einer der größten Weinmessen der Welt, statt. Die Sitzung ist für 11:00 bis 12:00 Uhr Ortszeit im Ministerpavillon angesetzt.
Ziel des Runden Tisches ist es, die Bedeutung des Weins als Teil des kulturellen Erbes hervorzuheben und zu erörtern, wie sein Wert international anerkannt und geschützt werden kann. Eröffnet wird die Veranstaltung mit Reden von Francesco Lollobrigida, dem italienischen Minister für Landwirtschaft, Ernährungssouveränität und Forstwirtschaft, Christophe Hansen, EU-Kommissar für Landwirtschaft und Ernährung, und John Barker, Generaldirektor der OIV.
Im Anschluss an die Eröffnungsreden findet eine Podiumsdiskussion statt, an der hochrangige Vertreter aus Regierung und Industrie teilnehmen. Zu den Podiumsteilnehmern gehören David Songulashvili, georgischer Minister für Umweltschutz und Landwirtschaft, Dragan Glamočić, serbischer Minister für Landwirtschaft, Wasserwirtschaft und Forstwirtschaft, Marzia Varvaglione, Präsidentin des Comité Européen des Entreprises Vin (CEEV), und Sandro Sartor, Präsident von Wine in Moderation. Giorgio Delgrosso, Leiter der Statistikabteilung der OIV, wird die Diskussion moderieren.
Es wird erwartet, dass die Diskussion sich mit der Frage befasst, wie verschiedene Länder Wein als Teil ihrer nationalen Identität betrachten und welche Schritte unternommen werden können, um seine Anerkennung als Kulturgut auf globaler Ebene zu gewährleisten. Den Veranstaltern zufolge wird der Schutz des kulturellen Wertes von Wein immer wichtiger, da der internationale Handel zunimmt und sich die Verbraucherpräferenzen ändern.
Die Veranstaltung wird in italienischer und englischer Sprache mit Simultanübersetzung durchgeführt. Für Interessierte, die nicht persönlich anwesend sein können, wird ein Live-Stream-Link zur Verfügung gestellt, der die Teilnahme aus der Ferne ermöglicht.
Vinitaly dient seit langem als Treffpunkt für Fachleute aus der Branche, politische Entscheidungsträger und Experten aus aller Welt. Der diesjährige Rundtisch spiegelt das wachsende Interesse nicht nur an den wirtschaftlichen Auswirkungen des Weins wider, sondern auch an seiner Rolle bei der Gestaltung von Traditionen, Landschaften und sozialen Praktiken auf allen Kontinenten.
Nach Angaben der OIV war der weltweite Weinkonsum in den letzten Jahren aufgrund von demografischen Veränderungen und Markttrends Schwankungen unterworfen. Viele Länder betonen jedoch weiterhin die Bedeutung der Erhaltung traditioneller Weinbereitungsmethoden und der Förderung des Weintourismus als Teil ihrer breiteren kulturellen Strategien.
Der Runde Tisch findet zu einer Zeit statt, in der mehrere Länder die Anerkennung ihrer Weinregionen oder -praktiken durch die UNESCO anstreben. Es wird erwartet, dass die Teilnehmer Erfahrungen aus ihren eigenen Ländern in Bezug auf rechtliche Rahmenbedingungen, Bildungsinitiativen und Werbekampagnen zum Schutz des Weinerbes austauschen.
Branchenbeobachter stellen fest, dass Veranstaltungen wie diese dazu beitragen, den Dialog zwischen Regierungen und Führungskräften des Privatsektors zu fördern. Sie bieten auch die Möglichkeit, die Bemühungen zu Themen wie Nachhaltigkeit, verantwortungsvoller Konsum und ländliche Entwicklung im Zusammenhang mit dem Weinbau zu bündeln.
Die OIV hofft, dass diese Diskussion zu konkreten Vorschlägen für eine internationale Zusammenarbeit zum Schutz des kulturellen Wertes von Rebe und Wein führen wird. Mit der Teilnahme von Vertretern aus den wichtigsten europäischen Weinbauländern und den Schwellenländern erwarten die Organisatoren ein breites Spektrum an Perspektiven, wie Tradition und Innovation in diesem Sektor am besten in Einklang gebracht werden können.
Da das weltweite Interesse an der Esskultur weiter zunimmt, könnte die Anerkennung der einzigartigen Rolle des Weins dazu beitragen, die Beziehungen zwischen den Erzeugerregionen und den Verbrauchern weltweit zu stärken, so die Experten. Die Ergebnisse dieses Rundtischgesprächs können künftige politische Entscheidungen auf nationaler und internationaler Ebene über die Erhaltung und Förderung des weinbaulichen Erbes beeinflussen.
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