27.01.2026
Der Europäische Ausschuss der Weinunternehmen (CEEV) hat den Abschluss des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Indien begrüßt, das heute in Brüssel bekannt gegeben wurde. Es wird erwartet, dass das Abkommen durch den Abbau von Hindernissen für einen der größten und am schnellsten wachsenden Märkte der Welt neue Möglichkeiten für europäische Weinerzeuger schaffen wird.
Indien mit einer Bevölkerung von mehr als 1,4 Milliarden Menschen und einer wachsenden Mittelschicht gilt seit langem als ein Markt mit großem Potenzial für europäische Weinexporte. Die hohen Zölle haben jedoch den Zugang für EU-Erzeuger eingeschränkt. Im letzten Wirtschaftsjahr erreichten die EU-Weinexporte weltweit einen Wert von über 16,6 Milliarden Euro, die Verkäufe nach Indien beliefen sich jedoch nur auf 7,7 Millionen Euro. Das Haupthindernis waren die indischen Wertzölle von 150 % auf eingeführte Weine, die zu den höchsten der Welt gehören.
Im Rahmen des neuen Abkommens werden die Zölle auf EU-Weine und aromatisierte Weinerzeugnisse unmittelbar nach Inkrafttreten des Abkommens um die Hälfte gesenkt. In den nächsten sieben Jahren werden die Zölle weiter gesenkt, und zwar auf 30 % für Weine mit einem Preis zwischen 2,50 € und 10 € pro Flasche und auf 20 % für Weine mit einem Preis über 10 € pro Flasche. Es wird erwartet, dass diese Änderungen europäische Weine in Indien wettbewerbsfähiger machen und Investitionen von EU-Erzeugern fördern werden.
Marzia Varvaglione, Präsidentin des CEEV, erklärte, dass Indien in einer Zeit, in der traditionelle Märkte mit geopolitischen Spannungen und Störungen konfrontiert sind, ein "erhebliches ungenutztes Potenzial" für europäische Weinexporte biete. Sie bezeichnete Indien als eine "strategische Alternative", die zur Diversifizierung und Stärkung der Widerstandsfähigkeit der EU-Weinexporte beitragen könne.
Das Abkommen umfasst auch eine gesonderte Vereinbarung über geografische Angaben (g.A.), die den Schutz bekannter europäischer Weinnamen auf dem indischen Markt verbessern wird. Dies wird als wichtiger Schritt zum Schutz des Rufs und der Authentizität von EU-Weinen im Ausland angesehen.
Ignacio Sánchez Recarte, Generalsekretär des CEEV, betonte, dass Indien ohne diese Vereinbarung ein unbedeutender Bestimmungsort für europäische Weine bleiben und keine Investitionen von EU-Erzeugern anziehen würde. Er rief die Entscheidungsträger in der EU dazu auf, das Abkommen schnell zu bestätigen und zu ratifizieren, damit seine Vorteile zum Tragen kommen können.
Es wird erwartet, dass die Senkung der Zölle den Absatz europäischer Weine in Indien ankurbeln wird, da sie für indische Verbraucher erschwinglicher werden. Branchenbeobachter stellen fest, dass die wachsende Mittelschicht des Landes zunehmend an internationalen Produkten, einschließlich Wein, interessiert ist. Das Abkommen kommt zu einer Zeit, in der die EU-Weinexporteure aufgrund der Herausforderungen in anderen Regionen nach neuen Märkten suchen.
Das Abkommen ist Teil der umfassenderen Bemühungen der Europäischen Union, einen offenen, regelbasierten Handel zu fördern und ihre Agrarsektoren angesichts der globalen Unsicherheiten zu unterstützen. Der CEEV ist der Ansicht, dass das Abkommen mit Indien zur langfristigen Nachhaltigkeit der EU-Weinexporte beitragen wird, indem es neue Wege für Wachstum eröffnet.
Sobald das Abkommen von beiden Seiten ratifiziert ist, wird es einen bedeutenden Wandel in den Handelsbeziehungen zwischen der EU und Indien markieren, insbesondere für den Weinsektor. Die Branche wird die weitere Umsetzung des Abkommens und die Vorbereitungen der Unternehmen auf den Ausbau ihrer Präsenz auf einem der wichtigsten Exportmärkte genau beobachten.
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