12.11.2024
Nach Angaben des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) hat die Elfenbeinküste Südafrika als größten Weinimporteur Afrikas abgelöst. Die afrikanische Nachrichtenagentur Ecofin berichtete, dass Wein in der aufstrebenden Mittelschicht und den höheren Einkommensschichten des Landes zu einem immer beliebteren" Produkt geworden ist.
Seit dem Ende des Bürgerkriegs im Jahr 2011 verzeichnet die Elfenbeinküste ein stetiges Wirtschaftswachstum, das Sektoren wie das Gastgewerbe und den Geschäftstourismus beflügelt hat. Dieses günstige wirtschaftliche Umfeld hat zu einem bemerkenswerten Anstieg der Weinnachfrage geführt und das Land zum Marktführer für Weinimporte in Afrika südlich der Sahara gemacht. Die jüngsten Zahlen des USDA zeigen, dass die Elfenbeinküste im Jahr 2023 72.000 Tonnen Wein im Wert von 64 Millionen Dollar importieren wird. Dies entspricht einem Zuwachs von 22 % gegenüber dem Vorjahr. Was den Wert der Einfuhren betrifft, so liegt die Elfenbeinküste nun vor Südafrika (54 Millionen Dollar), Namibia (40 Millionen Dollar) und Kenia (23,9 Millionen Dollar).
Spanien ist mit einem Anteil von 88 % am Importvolumen der führende Weinlieferant der Elfenbeinküste. An zweiter Stelle folgt Frankreich, das sich auf höherwertige Weine konzentriert, wobei die Region Bordeaux eine herausragende Rolle spielt. Diese Vorliebe für französische Spitzenweine spiegelt die Kaufkraft und den besonderen Geschmack einiger Verbrauchergruppen wider.
Das Weinvertriebssystem in Côte d'Ivoire konzentriert sich weitgehend auf den "Vor-Ort"-Sektor. Die Supermarktkette Société de Promotion de Supermarchés (Prosuma) ist ein wichtiger Akteur, der über seine auf Wein spezialisierte Tochtergesellschaft L'Oenophile einen großen Teil des Handels abwickelt. Etwa 80 % der importierten Weine werden in Fachgeschäften verkauft, während die restlichen 20 % über das Gastgewerbe, d. h. Hotels, Restaurants und Bars, vertrieben werden.
Trotz des kontinuierlichen Marktwachstums haben einige Faktoren begonnen, Druck auf die Importe auszuüben. Die Inflation hat sich auf die Kaufkraft der Verbraucher ausgewirkt, was die Expansion der Weinimporte kurzfristig einschränken könnte. Außerdem stellen die hohen Steuern auf Wein eine große Herausforderung für Importeure und Händler dar. Nach Angaben des USDA entfallen zwischen 60 und 75 % des Endpreises für Wein auf Steuern, einschließlich Zöllen, Mehrwertsteuer, Einfuhrsteuern und anderen Abgaben. Diese erheblichen Steuerkosten tragen dazu bei, dass Wein in dem Land ein Luxusprodukt ist, das in erster Linie wohlhabenderen Verbrauchern zugänglich ist.
Die Elfenbeinküste sticht in der Region weiterhin als aufstrebender Weinmarkt hervor, der durch die Urbanisierung und eine wachsende Mittelschicht angetrieben wird. Die Abhängigkeit von Importen und die hohe Besteuerung sind jedoch nach wie vor entscheidende Faktoren, die die Zugänglichkeit des Produkts einschränken.
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