Madrid präsentiert Spaniens höchstbewertete Weine

28.05.2026

Mehr als 1.000 Menschen besuchten die erste spanische Ausgabe von Tim Atkins Verkostung mit 160 Weingütern und 300 Flaschen.

Madrid rückte am 25. Mai in den Mittelpunkt des spanischen Premium-Weinhandels, als sich mehr als 1.000 Menschen im Espacio Loom Azca zur ersten spanischen Ausgabe von The Best of Tim Atkin MW Spain 2026 versammelten – einer Veranstaltung rund um Weine, die in den jährlichen Berichten des britischen Kritikers und Master of Wine Tim Atkin 95 Punkte oder mehr erhalten hatten.

Die Verkostung brachte 160 spanische Weingüter und mehr als 300 Weine aus Regionen wie Rioja, Galicien, Gredos, Ribera del Duero, Priorat, Jerez und den Kanarischen Inseln zusammen. Nach Angaben der Organisatoren sollte sie in einem eintägigen Format einen breiten Überblick über den aktuellen Stand des spanischen Weins bieten und Produzenten, Einkäufern, Sommeliers, Journalisten und Distributoren ermöglichen, Spitzenweine direkt mit ihren Machern zu verkosten und zu vergleichen.

Die Veranstaltung dauerte mehr als neun Stunden, von 11 Uhr bis 20.30 Uhr, wobei sich die Teilnehmer zwischen den Verkostungstischen in einem Umfeld bewegten, das auf konzentriertes Probieren und professionellen Austausch ausgelegt war. Zum Aufgebot gehörten etablierte Weingüter mit langer Geschichte ebenso wie kleinere Erzeuger und neuere Projekte, die mit ihrer eng an den Weinbergen und lokalen Identitäten orientierten Arbeit Aufmerksamkeit gewonnen haben.

Atkin sagte zum Abschluss der Veranstaltung, ihn habe die Zahl der hochkarätigen Weingüter an einem Ort beeindruckt sowie das, was er als Energie und Vielfalt des heutigen spanischen Weins beschrieb. Er verwies zudem auf die starke Resonanz der an der ersten Ausgabe beteiligten Weingüter und sagte, das Format biete eine seltene Gelegenheit, einige der am höchsten bewerteten Weine des Landes nebeneinander zu verkosten.

Die Auswahl umfasste atlantisch geprägte Weine aus Galicien, vulkanische Weine von den Kanarischen Inseln, lange gereifte Rotweine aus Rioja und Ribera del Duero, Likörweine aus Südspanien sowie Flaschen aus aufstrebenden Gebieten wie Cebreros, Méntrida und Madrid. Die Bandbreite unterstrich, wie weit Spaniens Weinlandkarte inzwischen reicht, wobei Qualität als gemeinsamer Nenner aller präsentierten Weine im Mittelpunkt stand.

Der Zuspruch bestätigte das große Interesse im Sektor an einer Verkostung mit Fokus auf Spaniens höchstbewertete Weine. Für viele Teilnehmer war sie zugleich eine Momentaufnahme eines Marktes, in dem etablierte Namen und jüngere Projekte um Aufmerksamkeit in einer Kategorie konkurrieren, die weiterhin Käufer und Kritiker aus ganz Spanien anzieht.