04.05.2026
Pernod Ricard und Brown-Forman haben ihren Plan für eine Fusion aufgegeben und damit ein Vorhaben beendet, das zwei große Namen der globalen Spirituosenbranche zusammengeführt und einen der weltweit größten Spirituosenkonzerne geschaffen hätte.
Das französische Unternehmen und der US-Hersteller von Jack Daniel’s hätten sich nach monatelangen Gesprächen entschieden, die Verhandlungen zu beenden, wie aus einer von La Revue du vin de France und AFP zitierten Mitteilung hervorgeht. Eine detaillierte öffentliche Begründung für das Scheitern des Projekts nannten die Unternehmen nicht; der Schritt spiegelt jedoch die Schwierigkeit wider, zwei Unternehmen mit unterschiedlichen Portfolios, Märkten und Unternehmensprioritäten zusammenzuführen – zu einem Zeitpunkt, an dem die Spirituosenbranche unter dem Druck einer schwächeren Nachfrage in einigen Regionen steht.
Die geplante Fusion hatte Aufmerksamkeit erregt, weil sie Pernod Ricards breites internationales Portfolio, zu dem Absolut Vodka, Jameson Irish Whiskey und Chivas Regal Scotch gehören, mit Brown-Formans whiskeylastigem Sortiment unter Führung von Jack Daniel’s verbunden hätte. Zusammen hätten die Unternehmen über eine erhebliche Reichweite in Nordamerika, Europa und den Schwellenmärkten verfügt sowie über eine stärkere Verhandlungsmacht gegenüber Distributoren und Einzelhändlern.
Branchenanalysten hatten die Gespräche als Zeichen einer anhaltenden Konsolidierung im Alkoholsektor gewertet, in dem große Produzenten nach Größe suchen, um steigende Kosten, veränderte Konsumgewohnheiten und ein schwächeres Umsatzwachstum auszugleichen. Fusionen dieser Größenordnung stehen jedoch auch in mehreren Ländern unter kartellrechtlicher Prüfung; hinzu kommen Fragen dazu, wie Marken integriert werden sollen, die in überlappenden Kategorien konkurrieren.
Pernod Ricard arbeitet daran, seine Position in einem Markt zu verteidigen, in dem Premium-Spirituosen zwar wichtig bleiben, Verbraucher aber zunehmend selektiv agieren. Auch Brown-Forman sieht sich mit einem schwierigeren Umfeld konfrontiert, insbesondere weil sich der Whiskeyabsatz in einigen Märkten nach Jahren starken Wachstums verlangsamt hat. Mit dem Ende des Fusionsplans verfolgen beide Unternehmen ihre Strategien nun getrennt weiter.
Die Ankündigung erfolgte am 29. April; dass eine der beiden Seiten die Gespräche bald wieder aufnehmen will, deutete sich zunächst nicht an.
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