24.04.2026
Nach dem starken Rückgang beim Bierabsatz rechnet der Deutsche Brauer-Bund mit einem weiteren schwierigen Jahr für die Branche. Neue Impulse durch die Fußball-Weltmeisterschaft erwartet der Verband nur in begrenztem Umfang. Hauptgeschäftsführer Holger Eichele sagte, 2026 werde für die Brauereien „ein sehr hartes Jahr“, eine Entspannung sei nicht in Sicht.
Die Lage der Hersteller bleibt damit angespannt, weil die Konsumstimmung in Deutschland schwach ist und Handel wie Gastronomie darunter leiden. Zugleich steigen nach Angaben des Verbands die Kosten für Energie, Rohstoffe und Logistik weiter. Für viele Betriebe komme das zu einer Zeit, in der sie ohnehin mit sinkender Nachfrage kämpfen.
Im vergangenen Jahr brach der Absatz von alkoholhaltigem Bier in Deutschland um 5,8% ein. Der Verband sieht darin ein Zeichen dafür, dass sich das Trinkverhalten verändert und klassische Absatztreiber an Wirkung verlieren. Auch große Sportereignisse sorgten zuletzt nicht mehr automatisch für höhere Verkäufe. Selbst die Heim-Europameisterschaft 2024 habe der Branche nur wenig zusätzlichen Absatz gebracht, hieß es.
Die Mehrwegquote liegt nach Angaben des Brauer-Bunds bei knapp 80%. Damit erfüllten die Brauereien als einzige Getränkebranche die gesetzlichen Vorgaben. Für viele Unternehmen bleibt das Mehrwegsystem zwar ein wichtiger Teil ihres Geschäfts, es erhöht aber auch den logistischen Aufwand in einem ohnehin teuren Markt.
Der Verband Private Brauereien teilte mit, dass für 40% der Bierhersteller das wirtschaftliche Überleben derzeit oberste Priorität habe. Gerade regionale Privatbrauereien setzten deshalb nicht nur auf den Verkauf bestehender Marken, sondern auch auf neue Produkte und Investitionen in Anlagen. Viele Betriebe reagieren auf den Druck mit einer stärkeren Ausrichtung auf alkoholfreie Biere und andere Getränke wie Limonaden.
Alkoholfreie Biere haben inzwischen 11% Anteil am Bierkonsum in Deutschland, wie der Brauer-Bund angibt. Das Segment wächst seit Jahren und gilt für viele Hersteller als wichtigster Hoffnungsträger in einem Markt, in dem der klassische Bierkonsum unter Druck steht. Auch aus gesundheitspolitischer Sicht wird dieser Trend beobachtet. Nach Angaben des Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Hendrik Streeck, trinkt ein großer Teil der Jugendlichen heute keinen oder nur sehr selten Alkohol.
Für die Branche bleibt dennoch offen, ob alkoholfreie Produkte den Rückgang im traditionellen Geschäft ausgleichen können. Die Hersteller verweisen darauf, dass sie zugleich mit höheren Kosten und einem veränderten Konsumverhalten umgehen müssen. Ob das Sommerwetter und der sportliche Verlauf der Weltmeisterschaft den Absatz stützen können, hängt aus Sicht des Verbands vor allem davon ab, wie stark das Interesse der Verbraucher tatsächlich ausfällt.
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