16.04.2026
Eine neue Studie legt nahe, dass Zwischenbegrünung in Weinbergen mehr leisten kann, als den Boden vor Erosion zu schützen und das Unkrautmanagement zu unterstützen. Sie könnte auch kupferhaltige Fungizide abfangen, bevor diese Chemikalien den Boden erreichen, und den Erzeugern damit eine praktische Möglichkeit bieten, die Belastung der Weinbergsböden zu verringern.
Die im Journal of Environmental Management veröffentlichte Untersuchung ging der Frage nach, ob verschiedene Zwischenbegrünungsarten Kupferrückstände aus Bordeauxbrühe und anderen kupferhaltigen Fungiziden aufnehmen können, die im Weinbau häufig zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten gespritzt werden. Kupfer gehört nach wie vor zu den am weitesten verbreiteten Werkzeugen im Weinbau, vor allem dort, wo der Krankheitsdruck hoch ist; wiederholte Anwendungen können jedoch dazu führen, dass sich Kupfer mit der Zeit im Boden anreichert. Diese Anreicherung hat bei Wissenschaftlern, Regulierungsbehörden und Erzeugern Besorgnis ausgelöst, weil überschüssiges Kupfer die Bodengesundheit und nahegelegene Ökosysteme beeinträchtigen kann.
In der Studie testeten die Forscher mehrere Zwischenbegrünungen darauf, wie gut sie Kupferverbindungen nach dem Spritzen abfangen können. Dabei zeigte sich, dass einige Arten das Fungizid wirksam abfingen, bevor es den Boden unter den Rebzeilen erreichte. Das Ergebnis war eine messbare Verringerung der Kupferanreicherung im Boden unter den Reben.
Die Ergebnisse deuten auf eine einfache Änderung im Weinbergsmanagement hin, mit der sich ein langjähriges Umweltproblem angehen ließe, ohne dass Erzeuger vollständig auf kupferhaltige Fungizide verzichten müssten. Für viele Weinregionen ist das von Bedeutung, weil kupferbasierte Spritzmittel für die Krankheitsbekämpfung weiterhin wichtig sind, insbesondere in feuchten Jahren, wenn der Pilzdruck steigt.
Die Studie erweitert die wachsende Forschung dazu, wie Weinberge lebende Bodenbegrünung als Teil einer umfassenderen Nachhaltigkeitsstrategie nutzen können. Zwischenbegrünungen werden in vielen Weinbergen bereits eingesetzt, um das Wassermanagement zu verbessern, die Biodiversität zu fördern und Abschwemmungen zu verringern. Die Untersuchung legt nahe, dass sie auch als Puffer gegen chemische Belastungen dienen könnten.
Die Autoren erklärten, der Ansatz könne dazu beitragen, die Bodengesundheit zu erhalten und zugleich den Einsatz von Kupfer dort fortzusetzen, wo es für den Pflanzenschutz weiterhin benötigt werde. Dieses Gleichgewicht wird zunehmend wichtiger, da Winzer unter Druck stehen, die Umweltbelastung zu senken und gleichzeitig Erträge sowie Fruchtqualität zu sichern.
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