Italien erweitert die Alibaba-Partnerschaft zum Schutz aller 892 geografischen Angaben im Internet

25.03.2026

Neue Vereinbarung zielt darauf ab, gefälschte italienische Lebensmittel- und Weinprodukte einzudämmen und die weltweite Anerkennung von authentischen Made in Italy-Produkten zu fördern

Der italienische Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida sprach auf einer von Federvini organisierten Konferenz in Rom über die Herausforderungen für den Weinsektor und betonte die Notwendigkeit, in die Förderung des Weinkonsums zu investieren. Lollobrigida wies darauf hin, dass sich die Trinkgewohnheiten in den letzten 30 Jahren stark verändert haben und der Weinkonsum vor allem bei den jüngeren Generationen deutlich zurückgegangen ist. Er führte diesen Trend auf Faktoren wie die Wahrnehmung von Wein als teuer und die Besorgnis über den Alkoholgehalt sowie auf die sich verändernden Lebensgewohnheiten zurück.

Der Minister bezeichnete die derzeitige Situation als "perfekten Sturm" für die Weinindustrie und verwies auf internationale Handelsspannungen, Zölle und Währungsabwertungen in wichtigen Märkten wie den Vereinigten Staaten und Japan. Diese Probleme in Verbindung mit globalen Krisen setzen die italienischen Weinexporte unter Druck. Lollobrigida hob hervor, dass es in Italien trotz dieser Herausforderungen inzwischen einen einheitlichen Tisch für den Weinsektor gibt, was er als Zeichen der Reife der Branche betrachtet. Dieses Forum ermöglicht es den Interessenvertretern, aktiv zu einer gemeinsamen strategischen Vision beizutragen und die Maßnahmen der Regierung zur Unterstützung des Sektors zu beeinflussen.

Lollobrigida wies auch darauf hin, dass sein Ministerium die Mittel für die internationale Werbung erheblich aufgestockt habe. Er erwähnte, dass sich die diesjährige Vinitaly-Veranstaltung darauf konzentrieren wird, den Wein in den Mittelpunkt der italienischen Küche zu stellen, die von der UNESCO als Kulturerbe anerkannt ist. Der Minister verwies auf die jüngsten Werbekampagnen, darunter ein Fernsehspot, der 71 Millionen Zuschauer erreichte. Er kündigte Pläne für eine weitere Kampagne an, die sich speziell an jüngere Verbraucher richtet.

In Bezug auf logistische Probleme und steigende Kosten, mit denen die Erzeuger konfrontiert sind, sagte Lollobrigida, dass Anstrengungen unternommen werden, um neue internationale Märkte zu erschließen. Er nannte die Mercosur-Region als ein Gebiet mit potenziellem Wachstum für italienische Weinexporte und erwähnte laufende Gespräche über Handelsabkommen mit Australien. Lollobrigida zufolge ist die Erweiterung des Marktzugangs für die Zukunft der italienischen Weinindustrie von entscheidender Bedeutung.

Am 25. März erneuerte das Landwirtschaftsministerium in Rom zum vierten Mal seine Vereinbarung mit der Alibaba Group. Die Vereinbarung zielt darauf ab, gefälschte italienische Lebensmittel- und Getränkeprodukte auf großen E-Commerce-Plattformen zu bekämpfen. Die Unterzeichnung fand im Beisein von Ministerin Lollobrigida und Alibaba-Vizepräsident Matthew Bassiur statt. Mit dieser neuen Vereinbarung wird der Schutz von 44 geografischen Angaben (g.A.), die bis 2023 geschützt sind, auf alle 892 derzeit in Italien anerkannten geografischen Angaben ausgeweitet.

Die Initiative gilt als eines der fortschrittlichsten Beispiele für die öffentlich-private Zusammenarbeit beim Online-Schutz von Produkten "Made in Italy". Sie konzentriert sich nicht nur auf die Betrugsbekämpfung, sondern auch auf die Sensibilisierung der Online-Händler für den Wert der geografischen Angaben. Ikonische italienische Produkte wie Wein stehen im Mittelpunkt dieser Bemühungen zum Schutz der Authentizität und zur Förderung der italienischen Tradition auf den globalen digitalen Märkten.