05.03.2026

Alkoholfreie Weine sind bei gesundheitsbewussten Verbrauchern in den Vereinigten Staaten und weltweit auf dem Vormarsch. Einst als Nischenprodukt betrachtet, stellen diese Weine heute ein wachsendes Marktsegment dar. Der weltweite Umsatz mit alkoholfreien Weinen erreichte 2,4 Milliarden Dollar und soll laut Branchendaten bis 2028 auf 3,3 Milliarden Dollar steigen. Trotz dieses Wachstums machen alkoholfreie Weine immer noch nur etwa 1 % des gesamten Weinkonsums weltweit aus.
Die Anziehungskraft von entalkoholisiertem Wein erstreckt sich auf eine Vielzahl von Verbrauchergruppen. Dazu gehören Menschen, die aus gesundheitlichen oder religiösen Gründen auf Alkohol verzichten, schwangere Frauen, Autofahrer, Personen, die Medikamente einnehmen, sowie Menschen, die eine kalorienreduzierte Diät halten oder einen sportlichen Lebensstil pflegen. Der Trend fügt sich in eine breitere Bewegung in Richtung Wellness und achtsamer Konsum ein.
Traditionellem Wein werden seit langem bestimmte gesundheitliche Vorteile zugeschrieben, wie etwa Schutz vor Depressionen und kognitivem Abbau sowie antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften - vor allem bei roten Sorten. Experten von Smartfood, dem ernährungswissenschaftlichen Programm des Europäischen Instituts für Onkologie in Mailand, sagen jedoch, dass nur Weine mit 0,0 % Alkohol als wirklich gesund gelten können. Das Fehlen von Ethanol ist ein entscheidender Vorteil: weniger Alkohol bedeutet weniger Kalorien. Ein Standardglas herkömmlicher Wein enthält zwischen 90 und 130 Kalorien, was etwa vier oder mehr Würfelzucker entspricht. Im Gegensatz dazu enthält ein Glas entalkoholisierter Wein in der Regel zwischen 20 und 50 Kalorien, je nach Restzuckergehalt der Trauben.
Das Verfahren, mit dem dem Wein der Alkohol entzogen wird, steht im Mittelpunkt der Debatte über seine Gesundheit. Der Alkohol wird in der Regel durch Umkehrosmose oder Vakuumdestillation entzogen. Bei beiden Verfahren können gesundheitsfördernde Verbindungen wie Polyphenole verloren gehen, die die Erzeuger so weit wie möglich erhalten wollen.
Branchenanalysten haben Bedenken hinsichtlich des Umfangs der Verarbeitung bei der Herstellung alkoholfreier Weine geäußert. Ananda Roy, Senior Vice President und Industry Advisor bei Circana, erklärte kürzlich in einem Interview, dass No-Lo-Getränke (ohne und mit geringem Alkoholgehalt) im Wesentlichen ultra-verarbeitete Produkte sind. Der Entzug von Alkohol erfordert einen zusätzlichen Produktionsschritt, der die Kosten erhöht und die natürlichen Aromen beeinträchtigen kann. Um den Geschmacksverlust auszugleichen, fügen die Hersteller oft zusätzliche Aromen und manchmal auch mehr Zucker hinzu - genau das, was kalorienbewusste Verbraucher vermeiden möchten.
Roy warnte davor, dass die Verbraucher in dem Maße, in dem sich entalkoholisierte Weine von der Nische zum Mainstream entwickeln, beginnen könnten, ihren Nährstoffgehalt genauer zu prüfen. Wenn sie einen höheren Gehalt an Zusatzstoffen oder Zucker als erwartet entdecken, könnten sie sich fragen, ob diese Getränke wirklich eine gesündere Alternative zu herkömmlichem Wein sind.
Die Hersteller stehen vor der Herausforderung, die Nachfrage der Verbraucher nach kalorienärmeren Varianten mit der Notwendigkeit in Einklang zu bringen, Geschmack und Nährwert zu erhalten. Da der Markt für alkoholfreie Weine weiter wächst, sind sich sowohl Branchenführer als auch Gesundheitsexperten einig, dass Transparenz über Inhaltsstoffe und Verarbeitungsmethoden für das Vertrauen der Verbraucher und das künftige Wachstum in diesem sich entwickelnden Segment entscheidend sein wird.
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