03.02.2026
Die Schweizer Winzer in den Kantonen Waadt und Genf stehen vor neuen Herausforderungen, nachdem Schenk, ein großer Weinhändler mit Sitz in Rolle, angekündigt hat, die Ernte 2026 von rund 250 Erzeugern nicht oder nur teilweise aufzukaufen. Diese Entscheidung wurde kürzlich den Winzern mitgeteilt, die nun nicht wissen, was sie mit ihrer kommenden Produktion anfangen sollen. Allein in Genf sind 17 Weingüter betroffen, die etwa 7 % der gesamten Weinproduktion der Region ausmachen. Das bedeutet, dass eine beträchtliche Menge an Wein möglicherweise keinen Abnehmer findet.
Die Winzer sagen, dass der Markt überversorgt ist und dass die aktuellen Preise ihre Produktionskosten nicht decken. Viele sind besorgt, dass sie ihre Trauben oder ihren Wein nicht zu nachhaltigen Preisen verkaufen können. Einige Erzeuger haben angesichts der mangelnden Nachfrage und der zunehmenden Konkurrenz durch Importweine als letzten Ausweg die Entwurzelung von Rebstöcken ins Gespräch gebracht.
Schenk bezeichnete seine Entscheidung als unvermeidlich und verwies auf eine tiefe und anhaltende Strukturkrise im Schweizer Weinsektor. Das Unternehmen führt die sinkende Inlandsnachfrage nach Schweizer Wein und den Anstieg der Importe als Schlüsselfaktoren für diesen Schritt an. Nach Ansicht von Branchenvertretern haben sich diese Trends seit mehreren Jahren verstärkt, aber die Situation hat nun einen kritischen Punkt erreicht.
Die Ankündigung hat bei den Winzern die Befürchtung geweckt, dass es innerhalb weniger Monate zu Konkursen kommen könnte, wenn keine Lösung gefunden wird. Viele Betriebe sind auf Verträge mit großen Händlern wie Schenk angewiesen, um sich stabile Einnahmen zu sichern und ihren Betrieb zu planen. Ohne diese Verträge, so sagen einige Erzeuger, könnten sie aus dem Geschäft gedrängt werden.
Die Schweizer Weinindustrie sieht sich einem zunehmenden Druck durch veränderte Verbrauchergewohnheiten ausgesetzt, da immer mehr Menschen ausländischen Weinen den Vorzug vor einheimischen Produkten geben. Gleichzeitig sind die Produktionskosten in der Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern nach wie vor hoch, was es für die einheimischen Winzer schwierig macht, über den Preis zu konkurrieren.
Derzeit laufen Diskussionen zwischen Winzern, Branchenverbänden und Regierungsvertretern über mögliche Maßnahmen zur Unterstützung des Sektors. Zu den Vorschlägen gehören finanzielle Hilfen für die betroffenen Erzeuger oder Anreize zur Verringerung der Anbaufläche, um der geringeren Nachfrage gerecht zu werden. Bisher wurden jedoch noch keine konkreten Lösungen vereinbart.
Die kommenden Monate werden für viele Schweizer Winzerinnen und Winzer entscheidend sein, da sie ihre Optionen abwägen und auf weitere Entwicklungen warten müssen. Das Risiko unverkaufter Ernten und finanzieller Verluste ruft in der ganzen Region zu dringendem Handeln auf.
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