Studie: Wirtschaftliche Anspannung veranlasst 80 % der Verbraucher weltweit zu Ausgabenkürzungen

29.01.2026

Neue Untersuchungen zeigen, dass die Kunden Wert auf preiswerte und lokale Produkte legen, da der wirtschaftliche Druck die Kaufgewohnheiten und Erwartungen an die Einzelhandelstechnologie verändert.

Laut einer neuen globalen Studie von SOTI, einem Unternehmen, das sich auf Mobilitätslösungen für Unternehmen spezialisiert hat, zwingt der wirtschaftliche Druck die Verbraucher in aller Welt dazu, sich auf den Wert, die Bequemlichkeit und die Unterstützung lokaler Produkte zu konzentrieren. Der Bericht mit dem Titel "Retail Technology Assessment: Opportunities to Improve Consumer Experiences" (Möglichkeiten zur Verbesserung des Verbrauchererlebnisses) befragte 13.000 Verbraucher in 11 Ländern und stellte fest, dass 35 % der Befragten die Herkunft von Produkten überprüfen oder solche bevorzugen, die in ihrem eigenen Land hergestellt wurden. Die Studie zeigt auch, dass 80 % der Verbraucher Maßnahmen ergreifen, um ihre Ausgaben zu senken und sich an die veränderten wirtschaftlichen Bedingungen anzupassen.

Die Studie unterstreicht, dass fast sechs von zehn Verbrauchern (58 %) angeben, dass ihre Fähigkeit, grundlegende Güter zu kaufen, im vergangenen Jahr durch wirtschaftliche Faktoren beeinträchtigt wurde. Diese Auswirkungen sind in den Vereinigten Staaten (69 %), Mexiko (65 %), Kanada (64 %), Australien (63 %) und dem Vereinigten Königreich (62 %) am stärksten ausgeprägt. Im Gegensatz dazu sind die Auswirkungen in einigen europäischen Ländern wie Deutschland, Italien und Schweden mit 50 % und in den Niederlanden mit 49 % weniger stark.

David Parras, Regionaldirektor für Südeuropa bei SOTI, erklärte, dass die Verbraucher von heute vernetzter und preisbewusster sind als je zuvor. "Sie wissen genau, wo und wann sie kostenbewusste Produkte kaufen. Sie nutzen Technologie sowohl in den Geschäften als auch online und erwarten von den Einzelhändlern integrierte digitale Plattformen, die einheitliche Echtzeit-Erlebnisse über alle Geräte, Apps und Kanäle hinweg bieten", so Parras. Er wies auch auf die anhaltenden Herausforderungen bei der Auftragsverfolgung und -abwicklung in Echtzeit hin, die Lücken in der Lieferkette schaffen, die es zu schließen gilt.

Der Bericht weist darauf hin, dass die derzeitige Technologie noch nicht ihr volles Potenzial zur Verbesserung des Einkaufserlebnisses erreicht hat. Es sind mehr Initiativen und Anreize erforderlich, um die Verbraucher zur Nutzung von Apps zu ermutigen, die für die von den Käufern heute geforderte Personalisierung unerlässlich sind. Technologien wie Augmented Reality und Visualisierungstools könnten ebenfalls eine größere Rolle bei der Schaffung eines realistischeren Einkaufserlebnisses spielen.

Laut der Studie nutzt die Hälfte der Verbraucher Apps, um auf exklusive Angebote, Rabatte und Treueprogramme zuzugreifen. 53 % schätzen die Geschwindigkeit, mit der diese Tools den Kassiervorgang beschleunigen. Viele sind jedoch der Meinung, dass diese Technologien immer noch hinter ihren Erwartungen an Personalisierung und Innovation zurückbleiben. Parras betonte, dass das Engagement und die Loyalität wachsen können, wenn die Technologie zu einem wesentlichen Bestandteil des Einkaufserlebnisses wird. Er betonte, dass Apps und vernetzte Geräte nicht nur sicher sein müssen, sondern auch Vertrauen schaffen und die Beziehung zwischen Verbrauchern und Marken stärken.

Sicherheits- und Datenschutzbedenken sind bei den Käufern nach wie vor groß. In Spanien zum Beispiel wünschen sich 70 % der Verbraucher eine stärkere Integration von Technologien in ihre Einkaufserlebnisse, aber Sicherheit und Vertrauen haben oberste Priorität. Die Studie ergab, dass sich 92 % der Verbraucher beim Einkaufen sowohl online als auch in Geschäften Sorgen um den Datenschutz oder die Sicherheit machen. Darüber hinaus würden 94 % den Kauf bei einem Einzelhändler überdenken, wenn dieser Ziel eines Cyberangriffs gewesen wäre.

Aus dem Bericht geht hervor, dass 43 % der Verbraucher weltweit bereits in irgendeiner Form von Betrug im Einzelhandel betroffen waren. Diese Zahl steigt auf 51 % in den USA, während sie in Ländern wie den Niederlanden (37 %), Schweden (36 %) und Kanada (34 %) etwas niedriger ist.

Laut Parras stehen Einzelhändler vor der Herausforderung, den Einsatz von Technologien mit dem Schutz der Privatsphäre in Einklang zu bringen. "Die Verbraucher schätzen Personalisierung, aber nur, wenn sie darauf vertrauen, dass ihre Daten über alle digitalen Berührungspunkte hinweg verantwortungsvoll verwaltet werden", sagte er. Er fügte hinzu, dass Transparenz in Kombination mit starken Sicherheitsmaßnahmen für die Aufrechterhaltung des Verbrauchervertrauens unerlässlich ist - insbesondere, da selbst führende Marken weltweit Ziel von Cyberangriffen geworden sind.