Constellation Brands verkauft möglicherweise sein gesamtes Weinportfolio angesichts rückläufiger Umsätze

05.03.2025

Das Unternehmen sieht sich im Weinsegment mit einem Umsatzrückgang von 14 % konfrontiert und erwägt den Ausstieg als Teil einer strategischen Neuausrichtung.

Berichten zufolge erwägt Constellation Brands aufgrund rückläufiger Umsätze den Verkauf seines gesamten Weinportfolios. Das in New York ansässige Unternehmen, zu dem über 100 Marken wie Robert Mondavi und Kim Crawford gehören, hat mit Herausforderungen in seinem Weinsegment zu kämpfen. In den drei Monaten, die im November 2024 endeten, sank der Weinumsatz um 14 %, während der Umsatz mit Spirituosen um 15 % zurückging. Dies hat das Unternehmen dazu veranlasst, den Ausstieg aus der Weinbranche in Erwägung zu ziehen, wie Wine Business berichtet.

Die Weinaktivitäten des Unternehmens im Central Valley könnten an Delicato Family Wines verkauft werden, die für Marken wie Francis Coppola bekannt sind. In der Zwischenzeit könnten die Marken und Weinberge an der Küste von The Duckhorn Portfolio übernommen werden, das kürzlich von der privaten Beteiligungsgesellschaft Butterfly Equity gekauft wurde. Constellation Brands wurde 1945 in der New Yorker Finger Lakes Region gegründet und erlangte zunächst mit Richard's Wild Irish Rose, einem gespriteten Wein, Berühmtheit. Im Laufe der Zeit expandierte das Unternehmen durch Übernahmen und wurde zu einem bedeutenden Weinhersteller.

Ein entscheidender Moment für Constellation war 2013 die Übernahme des US-Geschäfts von Grupo Modelo, einschließlich der Brauerei Piedras Negras und Crown Imports, nachdem der Kauf von Grupo Modelo durch AB InBev mit kartellrechtlichen Problemen zu kämpfen hatte. Diese Übernahme verhalf Constellation zu einer führenden Position auf dem US-Biermarkt, wobei Modelo und Corona zu Spitzenmarken wurden. Trotz des Erfolgs im Bierbereich war die Wein- und Spirituosensparte eine Belastung.

Im September gab Constellation eine Gewinnwarnung heraus und rechnete mit einer Wertminderung von bis zu 2,5 Mrd. USD für seine Wein- und Spirituosensparte. Nach Angaben von SipSource ging der gesamte Weinabsatz in den USA im Jahr 2024 um 6 % zurück, wobei demografische Veränderungen, wirtschaftliche Faktoren und gesundheitliche Bedenken als Gründe genannt wurden. Berichten zufolge erwägt Constellation einen vollständigen Ausstieg aus dem Weingeschäft, was einen bedeutenden Wechsel in seiner Strategie darstellt.