Boom bei alkoholfreien Getränken: 4% Wachstum vorhergesagt

27.02.2025

Trend zum leichteren Trinken steigt auf den globalen Märkten

Eine aktuelle Prognose von IWSR, die im Februar 2025 veröffentlicht wurde, zeigt eine deutliche Verschiebung der weltweiten Trinkgewohnheiten, die durch eine zunehmende Tendenz zur Mäßigung bei Verbrauchern unterschiedlichen Alters und aus verschiedenen Regionen angetrieben wird. Nach einer Periode im Jahr 2023, in der sich mehr Menschen dafür entschieden, ganz auf Alkohol zu verzichten, wurde im Jahr 2024 wieder mehr getrunken, allerdings mit deutlich anderen Konsummustern und einer stärkeren Kontrolle. Zu den wichtigsten Ergebnissen gehört der Anstieg der leichteren Trinker, einer Kategorie, die nun das größte Segment in 15 kritischen Märkten darstellt und sowohl die mittleren als auch die schweren Trinker übertrifft. Leichtere Trinker konzentrieren sich auf den Konsum kleinerer Mengen pro Gelegenheit und beschränken sich oft auf eine Art von Getränk pro Drink. Viele von ihnen praktizieren auch eine vorübergehende Abstinenz, wobei sich Indien durch einen hohen Prozentsatz junger Menschen in den Großstädten auszeichnet, die regelmäßig Alkoholpausen einlegen (72 % der Befragten).

Den Daten zufolge ist auch die Vielfalt der bei einer einzigen Gelegenheit konsumierten Getränke zurückgegangen: von durchschnittlich 2,4 Getränkekategorien im Jahr 2023 auf 1,8 im Jahr 2024. Dies deutet darauf hin, dass die Menschen nicht nur ihren Gesamtkonsum reduzieren, sondern sich auch für gezieltere Trinkanlässe entscheiden. Parallel dazu wächst der Markt für alkoholfreie und alkoholarme Getränke stetig, wobei die jüngsten Prognosen bis 2028 einen Anstieg des Gesamtvolumens um 4 % vorhersagen. Alkoholfreie Getränke werden um schätzungsweise 7 % zulegen, wobei dieses kombinierte Segment wahrscheinlich einen zusätzlichen Wert von vier Milliarden Dollar weltweit erreichen wird. Viele jüngere Trinker, die sich für diese Optionen entscheiden, geben an, sie regelmäßig und intensiv zu konsumieren, während sie ihren Konsum von traditionellem Bier und Wein reduzieren. In zehn Schlüsselmärkten ist der Pro-Kopf-Verbrauch von reinem Alkohol inzwischen auf 80 % des Wertes zur Jahrhundertwende gesunken.

Die Ergebnisse der IWSR zeigen, dass die Wachstumsaussichten je nach Kategorie unterschiedlich sind. Bei alkoholfreiem Bier und Wein wird ein Nullwachstum erwartet, was auf eine schwierige Verbraucherwahrnehmung oder einen Mangel an innovativen Produkten zurückzuführen sein könnte. Alkoholfreie Spirituosen hingegen werden voraussichtlich um 4 % schrumpfen, was auf Hindernisse bei der Erfüllung der Verbraucherpräferenzen und der Etablierung einer starken Marktposition hindeutet. Die Kategorien mit niedrigem Alkoholgehalt sind jedoch wesentlich vielversprechender: Für trinkfertige Produkte wird ein Anstieg um 17 % und für Wein mit niedrigem Alkoholgehalt ein Anstieg um 10 % prognostiziert. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Verbraucher nach Getränken suchen, die weniger Alkohol enthalten, aber nicht ganz darauf verzichten, was den Wunsch nach einem Mittelweg widerspiegelt. Die Zunahme dieser alkoholreduzierten Getränke unterstreicht die Chance für Marken, in Produktentwicklung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit zu investieren, um die Attraktivität eines ausgewogenen Alkoholkonsums zu steigern.

Da sich die Verbraucherpräferenzen in Richtung eines maßvolleren und achtsameren Alkoholkonsums entwickeln, zeigen die Ergebnisse klare Wege für Innovation und Markenpositionierung auf. Die IWSR unterstreicht, wie wichtig es ist, diese sich entwickelnden Anforderungen durch Produkte zu erfüllen, die auf leichtere Trinkgewohnheiten abgestimmt sind und Geschmackserlebnisse bieten, die diesen veränderten Markt ansprechen. Der Wandel ist vielschichtig und erstreckt sich über mehrere Regionen und Demografien. Er unterstreicht ein Umfeld, in dem Anpassungen für Branchenakteure, die nachhaltige Relevanz und Erfolg anstreben, immer wichtiger werden.