09.07.2024
Im Rahmen einer innovativen Konvergenz von Önologie und Datenwissenschaft feierte die Harvard Data Science Review ihr fünfjähriges Bestehen mit einer wegweisenden Veranstaltung unter dem Titel "Vine to Mind". Diese einzigartige Veranstaltung brachte Koryphäen aus der Weinbranche und Harvard-Akademiker zusammen, um die Anwendung von Datenanalysen im Weinbau zu erforschen. Unter der Leitung von Xiao-li Meng, Harvard-Professorin und Gründungs-Chefredakteurin der Zeitschrift, und Don St Pierre von AdaptEdge ging es bei der Veranstaltung darum, die unzähligen Herausforderungen, mit denen der Weinsektor konfrontiert ist, durch die Brille der Datenwissenschaft zu betrachten.
Meng, ein begeisterter Weinliebhaber, wählte dieses Thema zur Feier des Jahrestages, um die wissenschaftliche Komplexität der Weinforschung aufgrund der unzähligen Variationen in der Weinherstellung hervorzuheben. Er wies darauf hin, dass die Weinherstellung Wissenschaft, Technologie, Kunst, Geschichte und Kultur auf komplexe Weise miteinander verwebt, was sie zu einem erstklassigen Kandidaten für einen multidisziplinären Datenanalyseansatz macht.
An der Veranstaltung nahmen zahlreiche Experten teil, darunter Datenwissenschaftler, KI-Spezialisten und Wirtschaftswissenschaftler aus der ganzen Welt - Nordamerika, Asien, Europa und Australien. Meng brachte sein großes Interesse daran zum Ausdruck, zu erforschen, wie die Datenwissenschaft die Weinindustrie bei der Anpassung an sich verändernde klimatische Bedingungen, Verbraucherpräferenzen und neue Herausforderungen unterstützen kann. Er unterstrich die Bedeutung neuartiger Methoden, die in diesem Sektor anwendbar sind.
Eine der bemerkenswerten Präsentationen war die von Elizabeth Wolkovich von der University of British Columbia, die in ihrem Vortrag über das Thema Terroir im Anthropozän wichtige Klimadaten lieferte. Wolkovich argumentierte, dass das Konzept des Terroirs - eine Mischung aus regionalen Bedingungen, Bräuchen und Umweltelementen wie Boden und Klima - dynamisch ist und sich in den letzten 40 Jahren aufgrund der globalen Erwärmung drastisch verändert hat. Dieser Wandel hat sich tiefgreifend auf klassische Regionen wie Bordeaux ausgewirkt und Anpassungen in der Weinherstellung erforderlich gemacht, um mit ungünstigen klimatischen Phänomenen fertig zu werden.
Jing Cao, Statistikprofessorin an der Southern Methodist University, stellte eine Studie vor, in der ihr Team KI und maschinelles Lernen einsetzte, um Weinkritiken der Zeitschrift Wine Spectator zu analysieren. Durch das Sammeln von Daten aus einem Jahrzehnt entdeckten sie, dass Bewertungen von Weinen, die mit mehr als 90 Punkten bewertet wurden, eine eher sentimentale und romantische Sprache enthielten, während die Bewertungen, die weniger Punkte erhielten, eher beschreibend und weniger emotional waren. Diese Erkenntnis lässt vermuten, dass die Sentimentalität in den Bewertungen die Wahrnehmung und Bewertung von Weinen beeinflussen kann.
Cathy Huyghe, Mitbegründerin und CEO von Enolytics und Harvard-Absolventin, betonte die Rolle der Datenanalyse bei der Anpassung von Weingütern an die sich ändernden Verbrauchergewohnheiten der jüngeren Generationen. Huyghe wies darauf hin, dass Weinkellereien, die Datenanalysen nutzen, in der Regel Marktanteilszuwächse verzeichnen, während diejenigen, die dies nicht tun, häufig Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Dieser Meinung waren auch Jeffrey Meisel von Constellation Brand und Troy Rice von Total Wine, die Strategien zur Nutzung von Verbraucherbindung und künstlicher Intelligenz vorstellten, um Produktmarketing und Personalisierung zu verbessern.
Die Veranstaltung "Vine to Mind" veranschaulichte anschaulich, wie die Synergie zwischen der Datenwissenschaft und der Weinindustrie neue Perspektiven und Lösungen für aktuelle Herausforderungen bieten kann. Durch die Förderung einer besseren Anpassung an den Klimawandel und die Marktdynamik verspricht diese Zusammenarbeit, Innovation und Widerstandsfähigkeit innerhalb der Branche voranzutreiben.
Wenn wir über das Jubiläum der Harvard Data Science Review nachdenken, wird deutlich, dass die Überschneidung von Daten und Önologie ein transformatives Potenzial hat. Diese Verschmelzung vertieft nicht nur unser Verständnis der Weinherstellung, sondern stattet die Branche auch mit Werkzeugen aus, um sich in einer zunehmend komplexen Welt zurechtzufinden. Die Zukunft des Weinbaus, beleuchtet durch die Erkenntnisse aus "Vine to Mind", sieht vielversprechend datengesteuert aus.
Vinetur® wurde 2007 gegründet und ist eine eingetragene Marke von VGSC S.L. mit einer langen Geschichte im Weinsektor.
VGSC, S.L. ist ein im Handelsregister von Santiago de Compostela, Spanien, eingetragenes Unternehmen.
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