21.05.2026
Kanada verlängert eine Steuererleichterung für Brauer, Destillateure und Winzer um zwei weitere Jahre. Nach Angaben der Bundesregierung soll der Schritt kleinen Produzenten helfen, mit höheren Kosten und wirtschaftlicher Unsicherheit umzugehen.
Die am Dienstag in Regina von Rechie Valdez, der Ministerin für Frauen und Gleichstellung der Geschlechter sowie Staatssekretärin für Kleinunternehmen und Tourismus, und Buckley Belanger, dem Staatssekretär für ländliche Entwicklung, angekündigte Verlängerung erhält eine Entlastung aufrecht, die eigentlich auslaufen sollte. Die Maßnahmen gelten seit dem 1. April und laufen nun bis 2028.
Für Bierhersteller hat die Regelung zwei Bestandteile. Die jährliche Inflationsanpassung bei den Verbrauchsteuern auf Bier, Spirituosen und Wein bleibt auf 2 % gedeckelt. Zudem zahlen Craft-Brauer weiterhin nur die Hälfte des üblichen Verbrauchsteuersatzes auf die ersten 15.000 Hektoliter Bier, die in Kanada gebraut werden.
Nach Regierungsangaben bringen die beiden Maßnahmen zusammen über den Verlängerungszeitraum mehr als 30 Millionen Dollar an Entlastung. Für eine Craft-Brauerei kann der reduzierte Satz auf die ersten 15.000 Hektoliter allein im Haushaltsjahr 2026/27 Steuervorteile von bis zu rund 90.000 Dollar bedeuten.
Bekanntgegeben wurde dies bei District Brewing Company in Regina, wo Bundesvertreter die Maßnahme als Unterstützung für lokale Unternehmen darstellten, die nach ihrer Darstellung Arbeitsplätze und Innenstädte stützen. Valdez sagte, die Regierung stehe an der Seite von Brauereien, Brennereien und Weingütern angesichts steigender Kosten. Belanger erklärte, lokale Produzenten in ganz Saskatchewan seien wichtige Arbeitgeber und trügen zu den Hauptstraßen und lokalen Wirtschaften bei.
Die Canadian Craft Brewers Association schätzt, dass es in ganz Kanada fast 1.200 kleine und unabhängige Craft-Brauereien und Brewpubs sowie mit dem Sektor verbundene Zulieferer gibt. Nach Angaben des Verbands sichern diese Unternehmen nahezu 30.000 Arbeitsplätze und tragen 1,7 Milliarden Dollar zum Bruttoinlandsprodukt bei.
Die Bundesregierung hatte bereits im März 2024 angekündigt, die Inflationsanpassungen bei den Verbrauchsteuern auf Bier, Spirituosen und Wein für weitere zwei Jahre auf 2 % zu begrenzen. Außerdem halbierte sie für denselben Zeitraum den Verbrauchsteuersatz auf die ersten 15.000 Hektoliter, die jeder Brauer in Kanada produziert. Diese Maßnahmen werden nun erneut verlängert.
Gerade für Brauer in Saskatchewan soll die Entlastung nach Regierungsangaben den Druck durch höhere Inputkosten mindern und kleinen und mittelgroßen Unternehmen mehr Spielraum bei Produktions- und Preisplanung geben. Die Regelung gilt auch für Brennereien und Weingüter; am deutlichsten dürften die Vorteile jedoch bei Bierherstellern ausfallen, weil kleinere Brauereien gezielt entlastet werden.
Die Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem viele Getränkehersteller weiterhin mit höheren Kosten für Arbeit, Verpackung und Transport zu kämpfen haben. Bundesvertreter erklärten, die Verlängerung solle Unternehmen mehr Stabilität geben, kanadische Arbeitsplätze schützen und Steuererhöhungen für Verbraucher begrenzen.
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