Italienische Weinvorräte steigen um 5,8%, da die Kellereien mit einem anhaltenden Überschuss konfrontiert sind

10.03.2026

Die Erzeuger haben mit einem langsamen Verbrauch und steigenden Lagerbeständen zu kämpfen, was in den wichtigsten Regionen zu Bedenken hinsichtlich der Preise und der Rentabilität führt.

Die Weinbestände in den italienischen Kellereien sind weiterhin hoch, wobei sich der allgemeine Trend kaum ändert. Nach der jüngsten Aktualisierung von "Cantina Italia" durch das ICQRF sind die Weinbestände im Februar 2026 um 5,8 % gegenüber dem gleichen Monat des Jahres 2025 gestiegen. Dies folgt auf einen ähnlichen Anstieg von 5,9 %, der für Ende Januar 2026 gemeldet wurde. Die Gesamtmenge des in italienischen Kellern gelagerten Weins beläuft sich nun auf 58,6 Millionen Hektoliter. Hinzu kommen 6 Millionen Hektoliter Most, was einem Anstieg von 34,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, und 421.711 Hektoliter Jungwein, der noch in der Gärung ist, was einem Anstieg von 38,4 % entspricht.

Die Daten zeigen, dass der Weinkonsum in Italien stetig, aber langsam ansteigt, was zu stabilen, aber erhöhten Lagerbeständen geführt hat. Die Zusammensetzung dieser Bestände hat sich im vergangenen Jahr nicht wesentlich verändert. Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung (DOP) machen 53,7 % aller Weinbestände in den Kellern aus, wobei Weißweine 49,3 % dieser Kategorie ausmachen. Weine mit geschützter geografischer Angabe (IGP) machen 26,6 % der Bestände aus, vor allem Rotweine mit 53,6 %. Rebsortenweine machen nur 1,6 % aus, während die restlichen 18,1 % auf Gattungsweine entfallen.

Auch bei diesen Beständen ist eine hohe Konzentration hinsichtlich der Herkunft festzustellen. Von den 531 registrierten DOP- und IGP-Bezeichnungen in Italien entfallen auf nur 20 58,5 % aller Weine mit geografischer Angabe. Allein auf die drei wichtigsten Bezeichnungen entfallen 20 % dieser Bestände. Prosecco DOC führt mit 11,5 % aller DOP- oder IGP-Weinbestände, die sich auf 5,3 Millionen Hektoliter belaufen. Es folgen IGP Puglia mit 2,1 Millionen Hektolitern (4,6%) und IGT Toscana mit 1,8 Millionen Hektolitern (3,9%).

Die anhaltende Anhäufung von Wein und Most in den italienischen Kellern spiegelt die anhaltenden Herausforderungen für die Erzeuger wider, die mit einem langsamen Inlandsverbrauch und einer schwankenden Exportnachfrage konfrontiert sind. Die Daten deuten darauf hin, dass die Lagerbestände im Vergleich zu den Vormonaten zwar nicht dramatisch angestiegen sind, der Sektor aber weiterhin unter dem Druck steht, die Produktion mit der Marktnachfrage in Einklang zu bringen und weitere Überschüsse zu vermeiden, die sich auf die Preise und die Rentabilität der Winzer in den verschiedenen Regionen Italiens auswirken könnten.