30.04.2026
AGEA hat auf der Vinitaly 2026 einen digitalen Prototyp vorgestellt, mit dem die Weinbauflächen in ganz Italien kartiert werden sollen. Auch die Abruzzen sind dem Projekt beigetreten, während die Regionalregierung nach neuen Wegen sucht, ihren Weinsektor und die Orte, in denen er verwurzelt ist, zu fördern.
Die Plattform, die AGEA als „sprechende Karte“ bezeichnet, soll geografische Daten mit Audio- und Videoinhalten verbinden, die die Geschichte von Weinbergen, Weingütern und lokalen Produktionsgebieten erzählen. Ziel sei es nicht nur, die Weinbauzonen auf nationaler Ebene zu erfassen, sondern Besuchern und Verbrauchern auch ein unmittelbarereres Gefühl für die Identität jedes einzelnen Gebiets zu vermitteln, so die Behörde.
Die Regionalregierung der Abruzzen erklärte, sie sehe in der Initiative ein praktisches Instrument für ihre Weinproduzenten. Emanuele Imprudente, Vizepräsident der Regionalregierung mit Zuständigkeit für Landwirtschaft, sagte, die Plattform biete Unternehmen eine Möglichkeit, ihre Identität in direkter Form zu präsentieren und zugleich den Zusammenhang zwischen Produktionsqualität und Landschaft hervorzuheben.
Im Rahmen des Projekts können Weingüter kurze Audio- und Videomaterialien einreichen, in denen sie ihre Geschichte, landwirtschaftlichen Traditionen, Rebsorten, Weine und territorialen Besonderheiten beschreiben. Ziel ist es, die Verbindung zwischen Produktion und Tourismus zu stärken und zugleich dazu anzuregen, die Orte zu besuchen, an denen die Weine entstehen.
Die Region hat die Weingüter aufgefordert, sich zu beteiligen und das erforderliche Material nach Durchsicht der Arbeitsanweisungen an die Pressestelle von AGEA zu senden. Die Behörde hat detaillierte Vorgaben festgelegt, was enthalten sein darf. Audiodateien müssen im MP3-Format vorliegen und sich in persönlichem Ton auf den Weinberg, die Familiengeschichte, die Arbeit, Zeit und generationsübergreifende Kontinuität konzentrieren; kommerzielle Sprache ist zu vermeiden. Videodateien müssen im MP4-Format vorliegen und einer narrativen Struktur folgen, die von der Gegenwart über die Vergangenheit zu einem entscheidenden Wendepunkt und anschließend zur Kontinuität führt; dabei sollen Bilder der Landschaft und des Produktionsprozesses verwendet werden.
Die Leitlinien verbieten zudem Werbeinhalte für Marken oder Etiketten. In Audio-Beiträgen dürfen Weingüter über Eigenschaften des Weins und die Familiengeschichte sprechen, ohne den Keller namentlich zu nennen. In Video-Beiträgen sind Bilder von Weinbergen, Gebiet und Produktionsschritten erlaubt; Flaschen mit Etiketten oder Logos sollten jedoch nicht prominent erscheinen.
AGEA teilte mit, dass weitere Informationen und das Handbuch auf ihrer Website sowie im Bereich zu Vinitaly 2026 verfügbar sind.
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