Jin Huis Gewinn im zweiten Quartal brach um 85,3 % auf 9,5 Millionen Yuan ein

Höhere Steuerkosten und schwächere Verkäufe im mittleren Preissegment drückten die Margen, nachdem der Umsatz um 11,12 % gestiegen war

Dienstag, 25. August 2026

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Der chinesische Baijiu-Hersteller Jin Hui meldete im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinneinbruch, obwohl der Absatz weiter zulegte. Das unterstreicht, wie höhere steuerbezogene Kosten und eine schwächere Entwicklung in einem Teil des Kern-Preissegments auf das Ergebnis drückten.

In seinem Unternehmensbericht vom 19. August, auf den später China Times verwies und der am 23. August von Sina Finance übernommen wurde, teilte das Unternehmen mit, dass der Nettogewinn im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 85,3 % auf 9,5 Millionen Yuan gefallen sei. Auf Basis der gemeldeten Rückgangsrate entspricht das rund 64,6 Millionen Yuan ein Jahr zuvor, also einem Minus von etwa 55,1 Millionen Yuan.

Der Ergebnisrückgang erfolgte trotz Umsatzwachstums. Jin Hui teilte mit, dass der Umsatz im zweiten Quartal um 11,12 % auf 724 Millionen Yuan gestiegen sei, was einem Plus von rund 72,4 Millionen Yuan gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Die Zahlen zeigen in diesem Zeitraum eine klare Trennung zwischen Geschäftswachstum und Rentabilität.

Für die ersten sechs Monate 2026 meldete das Unternehmen einen Umsatz von 1,816 Milliarden Yuan, 3,19 % mehr als ein Jahr zuvor. Der Nettogewinn von Januar bis Juni sank um 28,24 % auf 214 Millionen Yuan. Die Halbjahreszahlen zeigen, dass der Margendruck nicht auf ein einzelnes Quartal beschränkt war, obwohl das Unternehmen im Zeitraum weiterhin Umsatzwachstum verbuchte.

Jin Hui führte einen Teil des Gewinnrückgangs auf Steuern und Abgaben zurück. Das Unternehmen sagte, diese Zahlungen hätten 83,82 Millionen Yuan erreicht. Zudem schätzte es, dass sich die Belastung auf den Jahresgewinn um 75 Millionen Yuan mindern werde. Diese Kostenlast dürfte eine wichtige Rolle dabei gespielt haben, höhere Verkäufe in deutlich niedrigere Erträge zu verwandeln.

Das Unternehmen verwies zudem auf Schwächen in der Preisspanne von 100 bis 300 Yuan, einem wichtigen Segment im chinesischen Baijiu-Markt. Der Umsatz in diesem Bereich ging um 4,77 % zurück. Der Rückgang deutet darauf hin, dass Jin Hui im mittleren Segment mit schwächerer Nachfrage oder stärkerem Wettbewerb konfrontiert war, obwohl der Gesamtumsatz zunahm.

Gleichzeitig wuchs der Absatz außerhalb der regionalen Kernbasis des Unternehmens weiter. Jin Hui teilte mit, dass der Umsatz in Märkten außerhalb der Heimatregion um 20,31 % auf 460 Millionen Yuan gestiegen sei. Das Wachstum zeigt, dass das Unternehmen bei der Ausweitung seines Marktes weiter vorankommt, doch die stärkere Entwicklung außerhalb der Region reichte nicht aus, um die geringere Profitabilität auszugleichen.

Die Zahlen verdeutlichen den Druck, der entstehen kann, wenn ein Spirituosenhersteller seine Auslieferungen oder den Verkaufswert steigert, aber zugleich mit höheren Kosten und einem unausgewogenen Produktmix konfrontiert ist. Bei Jin Hui führte der steigende Umsatz nicht zu besseren Ergebnissen unter dem Strich. Stattdessen zeigte das zweite Quartal einen deutlichen Gewinneinbruch, wobei steuerbezogene Ausgaben und eine schwächere Entwicklung in einem wichtigen mittleren Preissegment auf die Rendite drückten.

Auch die Halbjahreszahlen legen nahe, dass die Herausforderungen des Unternehmens breiter angelegt waren als bloße quartalsweise Schwankungen. Das Umsatzwachstum von 3,19 % in den ersten sechs Monaten war im Vergleich zum Ausmaß des Gewinnrückgangs moderat. Ein Minus von 28,24 % beim Nettogewinn auf 214 Millionen Yuan zeigt, dass sich die Profitabilität weitaus schneller verschlechterte als der Umsatz.

Der Bericht basiert auf der Unternehmensmitteilung vom 19. August und spiegelt Jin Huis eigene Finanzangaben für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2026 wider. Es handelt sich nicht um ein neues branchenweites Statistikupdate zum chinesischen Spirituosenmarkt. Die anhand der Prozentangaben implizierten Vergleichswerte für das Vorjahresniveau sind näherungsweise, da sie aus gerundeten Raten abgeleitet wurden.

Jin Huis aktuelle Zahlen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Anleger im chinesischen Konsumsektor genau beobachten, ob Spirituosenhersteller ihre Margen halten können, während sich der Wettbewerb zwischen Preissegmenten und regionalen Märkten verschiebt. In diesem Fall war das Umsatzwachstum real, doch das Quartal war davon geprägt, wie wenig davon beim Nettogewinn ankam.

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